Der 25. Kochabend

Auch beim 5. eigenständigen Kochabend ließ uns, wie zu erwarten war, unser Motto-König nicht im Stich. Dieses Mal hatte er vor uns nach Spanien zu entführen. Getränke-technisch wäre es vermutlich auch besser gewesen uns zu entführen… Notiz für mich: Sherry-Weine sind auch etwas „ganz spezielles“ und wenn man Pfälzer-Standard gewohnt ist, nicht wirklich besser! Glücklicherweise gibt es ja auch Mit-Köche, die sich genau für solche Situationen berufen fühlen und prophylaktisch 1 Flasche Martini mitbringen – nur für den Fall der Fälle. Guter Mann.

Von der Vorbereitung war es dieses Mal „besonders wild/durcheinander“. Los ging es mit der Zubereitung der Vorspeise, dann folgte das Dessert, dann der Gruß aus der Küche und zum Schluss, just in time, die Hauptspeise. Aber der Reihe nach – also Menü-technisch gesehen: Für die Tapas war eine überschaubarer Zubereitungsaufwand notwendig. Selbstgemachte Cocktailsoße zubereiten, Kartoffeln braten, Datteln in Speck einwickeln und ausbraten und Oliven in Förmchen füllen. Die größte „Fummelarbeit“ war das Putzen und Entdarmen der Gernelen. Aber hier hatten wir ja die geballte Fachkompetenz am Start. Apropos in Förmchen füllen… Glücklicherweise hat unser Gastgeber zuerst das Dessert in die „großen“ Förmchen gefüllt – dann mussten die Tapas eben in die kleinen Förmchen weichen. Meiner Meinung nach kein Nachteil. Dazu aber später mehr.

Das Tolle an Tapas ist ja die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit der kleinen Portionen. Entsprechend schlemmten wir die Grüße aus der Küche restlos leer und waren für einen „phänomenalen“ Abend gerichtet – meiner Meinung nach spiegelte sich das jedoch nicht zwingend in der Musikauswahl wieder. Zur Verteidigung des Gastgebers muss man sagen: Die ursprüngliche Auswahl mit typisch spanischen Liedern war schon angebracht – allerdings setzte sich der „Martini-geschwängerte“ Kollege schräg gegenüber immer mehr durch, was letztlich zur musikalischen Vollkatastrophe führte (und vermutlich die Playlist des Gastgebers nachhaltig negativ beeinflusst)!

Aber weiter mit dem Wesentlichen: Zuallererst wurde die Gazpacho zubereitet – eine kalt servierte spanische Suppe. In unserem Fall war die Basis Tomate. Alle Zutaten (Gemüse und Brot) werden unter Zugabe von Wasser in einen Topf gegeben und mit dem Pürierstab zerkleinert und anschließend abgeschmeckt. Bis zum Verzehr wurde die Suppe noch in den Kühlschrank gestellt. Eine durchaus erfrischende Angelegenheit – kommt vermutlich noch besser an heißen Sommertagen als Mittagessen. Garniert wurde die Gazpacho noch mit Groutons und Grünzeug – Blumen durften bei unserem „Blumenkind“ natürlich nicht fehlen. Dieses Mal wurde jedoch vom Verzehr abgeraten, da die Verträglichkeit nicht geklärt werden konnte.

Die TK-Paella forderte uns Mit-Köche gar nicht mehr. Diese wurde ausschließlich von unserem Gastgeber zubereitet. Entsprechend wenig lässt sich hierzu von mir berichten. Alles was ich sagen kann ist, dass die Paella nicht „klassisch“ auf offenem Feuer, sondern im Wok auf dem Herd zubereitet wurde. Zum Reis und Gemüse gesellten sich fröhlich diverses Meeresgetier – und auch Hühnchen. Auch wenn so manches Muschel-Interior erst noch gesucht werden musste, eine leckere Geschichte. Zu diesem Zeitpunkt war die Martini-Flasche auch definitiv halb leer. Wobei subjektiv der hier gereichte Rotwein noch das meiste Potenzial des Abends hatte – was die Getränke anbelangte.

Zu guter Letzt folge das kühl gestellte Dessert – eine Crema Catalana. Unser Gastgeber hatte ja, wie bereits angesprochen, „unglückerweise“ (oder mit voller Absicht, man kann es im Nachhinein nicht mehr genau sagen) die großen Ton-Schälchen vorab für das Dessert genutzt, woraufhin die Tapas mit den kleinen Schälchen vorlieb nehmen mussten. Ich, als leidenschaftlicher Dessert-Fan, fand diesen möglichen Fauxpas gar nicht schlimm. Ganz im Gegensatz zur vorgesehen Zubereitungsweise meines Mit-Zubereiters des Desserts. Nach meiner Anweisung, die Zitrone entweder zu schälen, oder alternativ abzureiben, machte sich mein Kumpane direkt daran und wollte die Zitrone mit einer Reibe bearbeiten. Prinzipiell eine gute Idee. Allerdings wollte er den Abrieb dem Bio-Müll-Behälter zuführen, anstatt dem Dessert. Glücklicherweise konnte ich noch im richtigen Moment einschreiten und größeres Chaos verhindern. Ich kann nicht genau sagen, ob der komplette Abrieb letztlich im Dessert gelandet ist oder nicht. Mein Mit-Zubereiter wurde jedoch nicht müde im Nachgang zu betonen, dass exakt die richtige Menge an Zitronenabrieb im Dessert verarbeitet wurde. Weder zu viel, noch zu wenig. Ich glaube, er wollte hier von seinem Missgeschick ablenken – ich kann mich aber auch täuschen.

Alles in Allem war es jedoch wieder einmal ein gelungener und leckerer Abend, der für viel Gesprächsbedarf sorgte. Beim nächsten Abend findet ein Tausch der Gastgeber statt, sodass ich wieder zum Tisch laden werde. Termin ist schon fix – ich freue mich und mache mich gleich mal auf die Suche nach leckeren Menüs. Adios y hasta pronto

Der 24. Kochabend

Gott sei Dank! Endlich war es wieder so weit. Die seit längerer Zeit anhaltend geringen Inzidenzwerte haben es wieder zugelassen, dass wir uns in gewohnter Runde wieder treffen konnten um unserem Hobby zu frönen. Trotz Handicap einer unserer Mit-Köche war alles beim Alten, was die Aufgabenverteilung anging 😉

Zum Wiedereinstieg startete unser Gastgeber direkt mit einem „Motto“ in die Runde: Griechisch sollte es sein! Mit etwas mediterranem Flair wurde zu Beginn auch gleich ein entsprechendes Pils gereicht – sehr erfrischend! Und im Vergleich zu der Flüssignahrung, welche im weiteren Verlauf des Kochabends gereicht wurde, auch die deutlich bessere Entscheidung – kein Vorwurf an den Gastgeber!

Vom Menü her gab es „wenig Überraschungen“ – es gab alles, was man von einem guten Griechen erwarten würde. Los ging es mit einer leckeren Feta-Creme zu der ein gewärmtes Fladenbrot gereicht wurde – ein herrlich leichter Einstieg in den Abend.

Also Vorspeise gab es Paprika. Gefühlt ausschließlich Paprika. Ich glaube nicht, dass ich jemals so viel Paprika auf einmal gesehen, geschält, gewürfelt und gegessen habe. Aber auch das was super lecker. Es war ein buntes Farbenspiel und zwischen den Paprikas fanden sich auch noch Oliven und Fetakäse wieder. Abgerundet wurde dieser Gang durch ein paar Scheiben frisches Baguette.

Wie gewöhnlich haben wir auch an diesem Abend vor dem Hauptgang das Dessert zubereitet um es eine adäquat lange Zeit in den Kühlschrank zu stellen. Hierzu wurde ein griechischer Joghurt angerührt mit in Honig und Zucker karamellisierten Walnüssen. Nach gut 2-3 Stunden konnte dieser leichte Nachtisch vernascht werden.

Vorher gab es jedoch noch etwas zu tun: Cevapcici zubereiten – hatte bisher noch keiner von uns gemacht. Und ich muss sagen – es hat erstaunlich gut geklappt. Ich war mir nicht sicher, was die Bindung angeht, da weder Ei noch Brötchen oder ähnliches enthalten war – aber es funktionierte. Eigentlich sind die Cevapcici ja nichts anderes als der griechische Bruder der Frikadellen. Bei uns kamen sie standesgemäß auf den Grill und wurden dort von den Flammen geküsst, bis sie durch waren. In der Zwischenzeit köchelte auf dem Herd der Djuvec Reis mit Erbsen und Ajvar. Einziger Wermutstropfen für mich persönlich war: die Abwesenheit von Tzatziki. Wäre das noch dabei gewesen, wäre es für mich der perfekte griechische Abend gewesen.

Notiz am Rande: griechischer Wein ist auch nur in der Musik wirklich gut. Diese verharzte Plörre kam bei uns nicht wirklich gut an und muss man auch wollen… Bier allerdings war ganz ok! Auch der Dessert-Wein konnte nicht überzeugen – das lag evtl. auch an der ausgeschenkten Menge 😉

Auch der nächste Termin ist bereits von uns ins Auge gefasst worden – der 24.07.2021. Dann ist unser „Motto-König“ wieder an der Reihe. Wir sind gespannt, was uns dann erwartet. Bleibt alle gesund und haltet die Werte unten 😛

6. Corona-Kochabend

Trotz sinkender Zahlen bleiben wir vorsichtig und kochen nach wie vor separiert – auch dieses Mal. Und als könnten die anderen Kochabende nicht noch getoppt werden, hatten wir an diesem Tag schon wieder mit etlichen Widrigkeiten zu kämpfen. Aufgrund von Verschleiß und evtl. ein bisschen Ungeschick, hätten wir fast auf einen Menüpunkt verzichten müssen – der „Koch“ des Desserts hatte sich eine Verletzung zugefügt. Da ich jedoch ungerne auf das Dessert verzichte, haben wir uns dazu entschlossen, diesen Gang entsprechend zu übernehmen, sodass alle am Kochabend teilnehmen konnten und trotzdem auch alle Gänge geliefert wurden. Besten Dank hier nochmal an die entsprechenden Stellen und gute Genesung!

Getreu unserem festgelegten Motto für diesen Abend – „Wir lieben Äpfel“ konnten wir uns auf ein fruchtiges Menü einstellen. Den Anfang machte ein mit Ziegenkäse gratinierter Apfel auf Salat. Und die Vorspeise? Die sah fast genau so aus 🙂 Wie immer war nichts abgesprochen (was ja immer auch für den gewissen „Kick“ sorgt) – dennoch waren die ersten beiden Gänge recht ähnlich. Aber beide waren auf ihre Art lecker. Als Vorspeise wurde ein Apfel Crostini mit Wildkräutersalat, karamellisierten Walnüssen, Äpfeln und Blaubeerdressing gereicht – dieses Mal ohne Blumen (zur Verwunderung einiger Teilnehmer ;-P).

Der Hauptgang dieses Mal bestand aus Schweinefilettopf mit Äpfeln, Kartoffel-Sellerie-Püree und Apfel-, sowie Rhabarberchutney. Also auch die Erdäpfel wurden integriert. Der Schmortopf könnte auch gut und gerne als „Schichtfleisch“ durchgehen, denn es wurde nichts anderes gemacht, als Schweinefilet und Äpfel in der Auflaufform nebeneinander zu „schichten“. So simpel wie genial war die Soße, die dazu gegeben wurde mit den Hauptbestandteilen Sahne und Ketchup – hätte nicht gedacht, dass das gut funktioniert. Aber das tat es. Und getreu der alten Weisheit: „Wenn man etwas mit Käse überbackt, kann es nicht schlecht sein“, wanderte alles in den Ofen. Das Püree wurde liebevoll mit dem Schneebesen per Hand gerührt (so, wie es sich gehört) und zusammen mit den beiden Chutneys angerichtet, die den Gang begleiten durften. Die Apfel-Deko auf dem Püree durfte dann auch nicht fehlen.

Das Dessert, welches fast nicht stattgefunden hätte (Gott bewahre), bestand dann logischerweise auch zu Teilen aus Äpfeln. Und zwar in der kongenialen Kombination mit Zimt – hmmmm, lecker. Dieses Kompott durfte sich auf eine zarte Quarkcreme legen und wurde, vornehmlich für das Auge, mit Minze dekoriert.

Ein richtig leckerer Abend, bei dem auch das Motto wieder leidenschaftlich umgesetzt wurde. Jetzt hoffen wir alle, dass der Genesungsprozess schnell voranschreitet und wir beim nächsten Mal wieder alle bei bester Gesundheit zusammenkommen können. Apropos – wann ist denn der nächste Termin? Das versuche ich doch gleich mal rauszufinden.

5. Corona-Kochabend

„Ding Ding“ – Ring frei für die zweite Runde der Corona-Kochabende. Und auch dieses Mal konnten wir einen weiteren Schwierigkeitsgrad hinzufügen (es soll ja auch nicht zu einfach werden): Aufgrund der hohen Fallzahlen griffen bei uns auch die landesweiten Ausgangssperren. Konsequenz für uns: Wir mussten zeitlich früher starten, damit wir bis 21 Uhr fertig waren mit Essen ausfahren. Das war jetzt nicht das größte Problem, aber hatte schon Auswirkung auf die gewohnte Routine.

Das vorgegebene Motto zum Start in die zweite „große“ Runde lautete: „Wir genießen den Frühling“. Ein ziemlich passendes Motto zur Jahreszeit. Also ging es direkt frühlingshaft los mit dem Gruß aus der Küche. Geliefert wurde ein Kartoffelsalat im Glas mit einem leichten Dressing, einem Frühlingskräuterschaum und, wie sollte es anders sein, grünem Spargel-Topping.

Die Vorspeise stand ganz im Zeichen des heilsamen, blutreinigenden, harntreibenden und entzündungshemmenden Bärlauch – eine Suppe sollte es sein. Garniert wurde diese mit einem Klecks Creme Fraîche und Kräutercroutons. Konnte man sich durchaus genehmigen, bei den Außentemperaturen.

Die Hauptspeise war quasi ein „Frühlingsklassiker“! Paniertes Putenschnitzel mit Pellkartoffeln, weißem Spargel und einer klassischen Sauce Hollondaise. Was will das Frühlingsherz mehr?!? Dieses Mal auch zu recht humaner Zeit 🙂

Den Abschluss bildete (eine vermeintlich verunglückte) Schokomousse – was allerdings nur auf die Konsistenz zutraf. Geschmacklich, wie alles wieder, ein voller Genuss. Vor allem die Süße und die Schärfe des Pfeffers bildeten einen runden Abschluss zu dieser Runde.

Corona-Kochabende gehen weiter

Da die Fallzahlen eher schlechter als besser werden, sind die Aussichten auf ein „normales Männerkochen“ wieder in weite Ferne gerückt. Daher starten wir nahtlos in die 2. Runde des Corona-konformen-Kochens – aber natürlich nicht, ohne wieder etwas „Neues“ auszuprobieren.

Auf Wunsch eines unserer Köche gibt es dieses Mal eine „Motto-Runde“. Diejenige Person, welche den Hauptgang zubereitet darf frei das Motto für alle wählen und die Gerichte sind entsprechend danach auszurichten. Das verspricht wieder neue Spannung zu bringen und ich bin gespannt, wie die Menüs in dieser Runde aussehen werden.

Los geht es Ende April mit unserem ersten Motto: „Wir genießen den Frühling“! Ein nicht ganz passendes Motto wenn ich aktuell aus dem Fenster schaue und die Temperaturen betrachte, aber ich bin guter Dinge, dass sich auch dies bis zu unserem Kochabend deutlich gebessert hat.

Ich freue mich auf jeden Fall wieder auf die weiteren Kochabende und hoffe, dass wir noch viele davon gemeinsam abhalten können – hoffentlich auch bald wieder in gewohnter (kleiner) Runde.

4. Corona Kochabend

Ende März und keine Besserung in Sicht… Dies war unser letzter Kochabend der „speziellen Runde“ bei jedem zu Hause. Somit hat jeder mal einen Gang zubereitet und ausgeliefert. Das alles hatte seinen ganz eigenen Charme und war für die aktuelle Situation sicherlich die beste Lösung – dennoch fiebern wir alle dem Tag entgegen, wenn alles wieder „besser“ wird.

Dieses Mal starteten wir mit „Flammbrot“ und selbstgemachtem Eiersalat mit Kaviar! Dabei handelte es sich um ein mit Lachs und Lauchzwiebel belegtem Brot, welches mit Käse überbacken wurde. Highlight dieses Ganges war: Jeder „Koch“ bekam seinen „eigenen“ Drink kredenzt, der für den Lieferanten als typisch erachtet wurde. So gab es dann entweder Glühwein, Jacky-Cola oder Martini – auch eine nette Idee.

Dann ging es nahtlos weiter mit einer weiteren „Brotzeit“ – nämlich Leberwurst- und Schinken-Ricotta-Brot mit einer pfälzer Wurstpraline aus Blutwurst und Schwartenmagen. Ein sehr „heimatlicher“ Gang der sich super in das Menü eingliederte. Als „begleitendes“ Obst fand sich hier die Birne wieder.

Für den Hauptgang ging es diesmal „hoch hinaus“ – es gab Fisch statt Fleisch. Auf den Teller kam ein Saiblingsfilet – ein Süßwasserfisch, der am weitesten in arktische Gewässer vorgedrungen ist. Zu diesem wurden Annakartoffeln und Wildkräutersalat gereicht. Der Fisch war auf den Punkt gegart und schmeckte super lecker. Der Hauptgang dieser Runde stand kurzzeitig auf der Schippe, da der Koch es für nötig hielt, sich einen Teil des Ringfingers zu filetieren. Entsprechend langsamer ging es am Herd voran. Nichtsdestotrotz konnte der Hauptgang letztlich zu halbwegs vernünftiger Zeit geliefert werden. Zusätzlich zu diesem Gang schenkte der Koch einen Blanc-de-noir aus – entsprechend waren 2 Weingläser zur Tür mitzubringen.

Abgerundet wurde diese erste Runde durch ein Dreierlei vom No-Bake-Cake. Präsentiert in unterschiedlichen geometrischen Formen wurde zum einen Mango, Erdbeer und Kiwi gereicht. Der Boden bestand jeweils aus unterschiedlichen Sorten Butterkeksen – die Füllungen wurden jeweils durch die ergänzende Frucht kombiniert. Nach einiger Kühlzeit konnten die Platten auch unfallfrei den Haushalten zukommen gelassen werden.

Die Entscheidung, wie es aktuell weitergeht, ist auch schon gefallen: Wir starten in die 2. Corona-Kochrunde und sehen uns leider erst einmal wieder nur digital zum Essen. Voraussichtlich am 01.05.2021 geht es dann weiter.

3. Corona-Kochabend

Mittlerweile sind wir ja erfahrene Corona-Köche und konnten somit auch diesen Abend erfolgreich über die Bühne bringen. Nichtsdestotrotz sehnen wir uns insgeheim wieder die „normalen Kochabende“ herbei. Aktueller Stand jetzt ist, dass wir solch einen Corona-konformen Kochabend noch einmal im März durchführen werden. Dann hat auch jeder mal einen entsprechenden Gang zubereitet. Alle Hoffnungen ruhen darauf, dass die Situation dann wieder etwas „entspannter“ ist.

An diesem Kochabend starteten wir wieder mit einem Gruß aus dem Mittelmeerraum: uns wurde ein mediterranes Gemüse mit Lachs kredenzt. Klein aber fein, wie es sich für einen anständigen Gruß gehört.

Um auch dieses Mal wieder etwas „Abwechslung“ in das bereits eingespielte Prozedere zu bringen, wurde die Vorspeise als „quasi live-cooking-Event“ in den einzelnen Haushalten durchgeführt. Hierzu wurde eine entsprechende Kiste mit den Einzelbestandteilen bestückt und mit auf die Reise genommen. Vor Ort wurde für den Lieferanten je zwei tiefe Teller bereitgestellt. Ganz Corona-konform ist dieser dann mit Mundschutz und Handschuhen zu Werke gegangen und hat die Teller vor Ort angerichtet – zur Freude aller Beteiligten. In den meisten Fällen gelang dies auch super 😉

Die Hauptspeise glänzte dann mit reichlich Soße (was ich persönlich ziemlich anständig finde)! Zur Schweinelende im Speckmantel wurde Reis, etwas Deko-Gemüse und wie bereits erwähnt reichlich „Spezial-Käse-Soße“ gereicht. Was soll ich sagen: Ein Gedicht! Für meinen Teil kann ich sagen: Danke für die großzügige Portion – diese reichte auch am Tag darauf nochmal zum warm machen 🙂

Als Abschluss wurde ein Panna Cotta mit Fruchtspiegel, Schoko-Gitter und Karamellkeks gereicht. Auch wenn mein Bauch schon voll war – ich hätte davon nochmal eins genommen. Einfach wieder alles zum Anbeißen.

Besten Dank an alle Teilnehmer und auch an die großzügige und selbstverständliche Unterstützung einiger Frauen – ihr seid super. Bleibt mir wieder die unliebsame Aufgabe alle genutzten Rezepte einzutreiben und einen neuen Termin für Ende März zu finden.

2. Corona Kochabend

Frohes Neues Jahr zusammen! Die Hoffnungen waren und sind groß, dass es in 2021 nur besser werden kann als in 2020. Der Start jedoch bleibt der Gleiche: Lockdown-Verlängerung mit zusätzlicher Verschärfung der Einschränkungen. Aus diesem Grund war schnell klar, dass wir auch im Januar wieder einen Corona-konformen Kochabend durchführen werden, da dies im Dezember super unkompliziert geklappt hatte und darüber hinaus auch die Partner mit einbezogen hatte (die durchaus positiv angetan waren von dem, was wir Männer in der Lage zu leisten sind, wenn wir denn wollen :-P).

So kommt es am 23. Januar nun zum zweiten Corona-Kochabend, bei dem die gleichen Rahmenbedingungen zum Tragen kommen als im Dezember. Lediglich die Zuweisung der Gänge wurde getauscht. Für alle, die nicht mehr ganz sicher sind (oder es schon wieder vergessen haben), hier nochmal die aktualisierte Stichpunktaufzählung:

  • D stellt wieder einen Meeting-Link für den Abend zur Verfügung (Danke)
  • Jeder Mit-Koch bereitet einen Gang zu: Reihenfolge: F, D, M, B
  • Die groben “Essenszeiten” sind: 19, 20, 21, 22 Uhr (vielleicht klappt es dieses Mal etwas besser :-P)
  • Getränke besorgt jeder für sich selbst
  • Die einzelnen Gänge werden vom Koch (oder seiner Sous-Chefin) “ausgefahren”
  • Je nach Zubereitung des Gangs kann die Mahlzeit bereits angerichtet sein – muss aber nicht
  • Wenn etwas spannendes passiert, während des “Kochprozesses”, kann die Gruppe darauf aufmerksam gemacht werden und daran teilhaben

Ich denke wir freuen uns alle wieder auf diesen Abend und daher bleibt mir nur noch zu sagen: Bleibt gesund und wir sehen uns bald (wenn auch nur digital).

Der 18. Kochabend (1. Corona-Kochabend)

Kurz vor Weihnachten fand er doch noch statt – der letzte Kochabend dieses durchwachsenen Jahres. Doch dieses Mal war alles anders – es ist immer noch „harter Lockdown“ angesagt. Wir mussten uns etwas einfallen lassen und das haben wir getan. Wir verlagerten unser Koch-Event in die digitale Welt.

Dieses Mal hat nicht die Person, die an der Reihe gewesen wäre, ein komplettes Menü gekocht, sondern wir haben uns aufgeteilt, so dass jeder einen Teil des Menüs zubereiten durfte. Hier war schnell klar, wer sich für welchen Gang verantwortlich zeigen wollte. Nutznießer dieser ganzen Aktion waren unsere Frauen, da diese Mal nicht nur 4, sondern 8 Portionen zubereitet wurden. Damit jeder nur einmal das Haus verlassen musste, wurden die einzelnen Gänge jeweils ausgefahren – zur Freude vieler Beteiligten, die schmerzhaft feststellen mussten, dass sie ihre eigentliche Berufung verfehlt zu haben scheinen 😉 Zur gemeinsamen Verkostung wurde ein entsprechendes Online-Meeting bereit gestellt, bei dem sich zeitnah alle eingefunden hatten und auch am Kochprozess teilweise partizipieren konnten.

Man sollte meinen, es würde für jeden der beteiligten Köche stressfreier werden, da ja lediglich ein einziger Gang zuzubereiten war. Aber weit gefehlt. Der Zeitplan konnte, wie bei fast jedem anderen Kochabend auch, nicht wirklich eingehalten werden. Aber das gehört irgendwie auch zu unseren Kochabenden dazu – sonst wäre es ja nicht das Gleiche 😛 Es gibt sogar Gerüchte, dass manche sprichwörtlich mit ihrem Essen zu kämpfen und auch einen zweiten Anlauf gestartet hatten.

Den Anfang bildete wie immer der Gruß aus der Küche, welcher dieses mal wieder aus viel experimentellen Teilen bestand. Und das zeigte sich leider auch in dem nicht ganz zufriedenstellenden Ergebnis. Geplant war eine Art „Pfälzer Bruschetta“. Die Grundlage bildete ein eigens gebackenes Roggen-Mischbrot, welches mit Apfel-Sellerie-Schaum, gebratenen Apfelstücken, gebratenen Blutwurst-Stücken und Schmorzwiebeln belegt war. Dazu gereicht wurde noch eine Butternuss-Creme sowie ein Mandarinen-Gel. Die einzelnen Aggregatzustände bereiteten einige Schwierigkeiten, doch durch das „Ausfahren“ des Essens konnte das Resultat auch gut hierauf geschoben werden. Die Hauptsache war eh, dass es schmeckte, und das tat es.

Als Vorspeise gab es mal wieder einen leckeren winterlichen Feldsalat mit Avocado-Tomaten-Salsa und (zur Freude vieler) Fleischbeilage – Rumpsteak-Streifen. Aufmerksamen Beobachtern des Koch-Streams ist gleich aufgefallen, dass es fleischiges Topping gibt, denn der allseits beliebte Optigrill war im Einsatz! Nice. Garniert war das Ganze mit einer recht ansehnlichen (und auch angemessen portionierten) Parmesanhippe und Balsamico-Creme.

Der Hauptgang entführte uns ans andere Ende der Welt – nach Australien. Es gab, nicht ganz alltäglich, Känguru auf mediterranem Gemüse, Meersalz-Kartoffeln und weißer Pfefferschaumsoße – mal etwas ganz anderes. Geliefert wurde dieses in zwei Aluschälchen mit Alu-Folie verpackt. Sah im ersten Moment unspektakulär aus war jedoch zur eigenen Zusammenstellung gedacht. Also nahm jeder seine eigenen Teller und richtete nach Anleitung/Vorschau den Teller zu Hause an.

Und dann kam es – das Dessert. Geliefert vom meist-gestressten Koch des Abends. Und ohne mit der Wimper zu zucken muss man gestehen – es hat sich gelohnt! Gefühlte 20 Schichten bettelten nur darum sich auf die eigenen Hüften zu legen. Dieser Schoko-Traum war ein Gedicht und mit Sicherheit eines der aufwendigsten und auch leckersten Desserts, die wir bisher hatten und vermutlich auch zukünftig haben werden. Alleine vom Aufwand her wäre dies an einem gewöhnlichen Kochabend mit komplettem Menü nicht denkbar. Und so hat dieser Corona-Lockdown rückblickend auch etwas Gutes für uns.

Fazit des Abends: Der Lieferservice war insgesamt sehr zufriedenstellend und kann durchaus weiterempfohlen werden. Da wir alle richtig viel Spaß hatten werden wir dieses Event gerne nochmal wiederholen, sollte der Lockdown auch noch im Januar andauern. Wir lassen uns nicht unterkriegen und machen das Beste aus der Situation. Vielen Dank nochmal allen beteiligten Köchen, Ausfahrern, „Mitessern“ 😀 und Spaßvögel.

1. Corona-Kochabend

Wie im letzten Beitrag angekündigt, starten wir dieses Wochenende unseren ersten Corona-konformen-Kochabend. Dieser findet digital statt und wird sicherlich ein Erlebnis für uns alle sein (sicher nicht so lustig wie sonst) – aber außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.

Nach einem exzessiven Online-Meeting haben wir uns einstimmig dazu entschieden, Corona zu trotzen und es in dieser Form mal zu versuchen. Das bedeutet natürlich, dass wir nicht zusammensitzen und die Speisen gemeinsam zubereiten können. Jeder bereitet einen Gang vor und verkostet wird das Ganze dann wieder in gemeinsamer, digitaler Runde.

Nutznießer dieser Maßnahme sind unsere Frauen, die dieses Mal mit einbezogen werden und ebenfalls ein Menü erhalten. Für alle, die schon wieder vergessen oder verdrängt haben, was wir beschlossen haben, hier nochmal in der Übersicht:

  • D stellt einen Meeting-Link für den Abend zur Verfügung
  • Jeder Mit-Koch bereitet einen Gang zu: Reihenfolge: M, B, F, D
  • Die groben „Essenszeiten“ sind: 19, 20, 21, 22 Uhr
  • Getränke besorgt jeder für sich selbst
  • Die einzelnen Gänge werden vom Koch (oder seiner Sous-Chefin) „ausgefahren“
  • Je nach Zubereitung des Gangs kann die Mahlzeit bereits angerichtet sein – muss aber nicht
  • Wenn etwas spannendes passiert, während des „Kochprozesses“, kann die Gruppe darauf aufmerksam gemacht werden und daran teilhaben

Ich bin gespannt wie es werden wird und mache mich mal langsam dran meinen Gang auszusuchen. Ich freue mich schon total und denke es ist eine gute und adäquate Lösung um dieses, von Krisen geschüttelte, Jahr doch noch „positiv“ zu beenden. Guten Appetit!