Der 33. Kochabend

أهلا ومرحبا بكم في أمسية الطبخ الثالثة والثلاثين. Alles klar soweit? So in etwa hätten wir am heutigen Kochabend begrüßt werden können, denn unser Gastgeber lud zum „libanesischen Abend“ ein. Das Durchstöbern des ausgelegten Menü-Blattes konnte beim Großteil der Anwesenden jedoch nicht für Aufklärung sorgen über das, was wir heute zu Essen bekommen würden. Man hätte genau so gut auf die Menükarte verzichten können 😉 Zudem war zu keiner Zeit von Fleisch die Rede – und dann noch gepaart mit der Ankündigung, dass es am heutigen Abend richtig viel zu tun gäbe, stand der Verlauf des Abends erst einmal unter keinem guten Stern. (Frage für mich: Gibt es im Libanon ausschließlich stilles Wasser zum trinken?)

Sagen wir mal so: Für Vampire wäre dieser Abend schlichtweg nicht geeignet gewesen, denn wir starteten mit der Verarbeitung zweier „Knoblauch-Füße“!!! Sicherlich hatten wir, vorneweg, 25 Knoblauchzehen „bearbeitet“, sodass zumindest olfaktorisch die Richtung für den Abend vorgegeben war. Das Dessert im Libanon scheint weniger aufwendig zu sein (zumindest entfielen lange Kühlzeiten), weshalb wir mal wieder mit dem Gruß aus der Küche starten konnten.

Aus einer riesigen Armada von (vielen recht ungewohnten und in der Regel wenig genutzten) Gewürzen wurde ein Sammelsurium, zusammen mit den Auberginen, püriert. Parallel wurden die Gewürzbrote erwärmt und der Granatapfel professionell (unter Wasser) entkernt. Ruck-Zuck war angerichtet und das erste (unbekannte) Gericht serviert.

Und weiter zum libanesischen Brotsalat. Dieser wurde geputzt und die weiteren Zutaten „klein geschnippelt“. Auch in diesem Fall wurde eine Vinaigrette angerührt, die so normal nicht bei uns auf den Tisch kommt. Mit Gewürzen, die teilweise ganz schön schwierig auszusprechen waren und auch – um ehrlich zu sein – sehr speziell rochen, wurde ein kleines Bad für den Salat hergestellt. Salat vermengen und mit Brot-Stückchen, sowie Granatapfelkernen, dekorieren und servieren.

Die Hauptspeise bestand dieses Mal aus einem Buffet – auch ein Novum bei unserer Kochrunde (was jedoch per se nichts schlechtes heißen muss). Es galt herauszufinden, ob dies ebenfalls ein geeignetes Vorgehen für unseren Kochabend darstellen könnte. Hauptbestandteil des Buffets war Shakshuka – eine Tomatensoße, in die abschließend noch Eier aufgeschlagen werden und im Ofen zu Ende gegart werden. An Zwiebel und Knoblauch wurde auch hier nicht gespart. Der Hummus war auch recht schnell aus den Kichererbsen püriert. Etwas „aufwändiger“ war die Taboulé und die „geplanten“ Falafel-Bällchen. Da geplant war diese nicht zwingend zu frittieren (und irgendjemand meinte, mit der Heißluftfritteuse wird das auch nix), hat man sich entschieden, diese in reichlich Öl auszubacken. Entgegen des Anratens eines beteiligten, wurde Olivenöl zum anbraten verwendet. Keine Ahnung ob es lediglich daran, oder auch am Teig an sich, lag, aber anstatt lecker aussehender Falafel-Bällchen erhielten wir einen „Falafel-Brei“. Alles fiel in sich zusammen und konnte dann eher geschmacklich, als visuell, überzeugen. Alles wurde auf dem Tisch „dargeboten“ und das Buffet war eröffnet.

Da auch unser heutiger Gastgeber (Achtung Spoiler!) nicht die Eier hatte, ein komplett vegetarisches Gericht anzubieten, gab es noch für’s „Gefühl“ ein Stück Rinderfilet. Ich muss sagen: Ich war nicht ganz undankbar 😛

Zum Thema „überschaubare Zeiten beim Dessert“ nochmal – ganz so „schnell“ ging es dann doch nicht, denn der Joghurt durfte schon geraume Zeit vor unserem Eintreffen „abtropfen“, um noch aromatischer zu werden. Zusammen mit Honig, Feigen, Haselnüssen und Pistazie bildete dies den Abschluss unseres kulinarischen Ausfluges in den Orient.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt: Auch über eine Woche später haben mich die Rezepte noch nicht erreicht, weshalb dieser Teil nicht ergänzt werden kann!

Der 32. Kochabend

Die gute Nachricht vorab: Alle sind für alle Gänge da geblieben – Woohoo. Die schlechte Nachricht: Es gab extremes Kopfkino, da uns von einer vor kurzem stattfindend OP berichtet wurde, die vom Detaillierungsgrad etwas über das Ziel hinausgeschossen ist 😀 An dieser Stelle nochmal „gute Genesung“ und weiterhin „viel Spaß“!

Am heutigen Abend stand wieder mal etwas „einfaches“ auf dem Programm – was natürlich nichts schlechtes ist und extrem gut in den Frühling passte. Das hat auf jeden Fall den Vorteil, dass es weniger zu „arbeiten“ und mehr zu „trinken“ gibt 😛 Klassisch starteten wir mit dem Erdbeer-Mascarpone-Dessert inkl. weißer Schokolade. Letztere war fein zu raspeln, was einer bestimmten Person mit leicht schwitzigen Händen nicht so einfach von der Hand zu gehen schien. Richtigerweise wurde von ihm dann auch „bemängelt“, dass die Schokolade ja auch im Kühlschrank hätte liegen sollen (so stand es im Rezept). Unser Gastgeber stellte dann klar, dass diese sogar deutlich länger in der Kühlung lag, als vorgegeben. Das Ende vom Lied war, dass ich mich wieder darum gekümmert habe, damit es auch was wird (:-D – es hat schon einen Vorteil die Blogeinträge zu schreiben). Die Erdbeeren wurden sauber filetiert und in die Gläser geschichtet. Die angerührte Creme, sowie die Erdbeersoße, wurden dann abwechselnd in das Glas gefüllt und dann hieß es warten.

Das gab uns Zeit uns etwas über den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen. Als dies dann jedoch wieder in Richtung OP abdriftete, entschied sich ein Teil von uns dazu den Gruß aus der Küche vorzubereiten. Fälschlicherweise hatte anfangs gehofft, dass es sich bei diesem Gang um die Hauptspeise handeln würde – was durchaus auch ok für mich gewesen wäre: Roastbeefröllchen. Yummy! Nachdem wir alle kurz schwitzen mussten, ob die Dame hinter der Wursttheke auch wirklich die korrekte Anzahl an Roastbeefscheiben geschnitten hatte, konnten wir uns an die Filigranarbeiten machen. Gurke, Mango und Lauchzwiebeln in, ich würde es Stifte nennen, schneiden, Peterle zurechtzupfen und dann auf je zwei Roastbeefscheiben verteilen. Dann kam der wichtigste Teil – quasi Sushi-Rollen machen. Das gelang recht gut und wurde dann zu je zwei Röllchen auf einem Teller angerichtet und mit einer Honig-Senf-Mayo garniert. Was soll ich sagen: „Ein Gedicht“!

Es folgte die Vorspeise. Diese bestand dieses Mal aus Melone und Schinken-Tatar sowie einem „Radieschen-Topping“. Alles klein schnippeln, Vinaigrette anrühren und adäquat anrichten – fertig war eine richtig leckere Erfrischung.

Auch der Hauptgang war dieses Mal fix erledigt. Das Gemüse „vorbereiten“, in der Pfanne anschwitzen und kurz köcheln lassen. Dann kam alles in eine Auflaufform, das gewürzte Fleisch wurde einfach oben aufgelegt und dann hieß es: schwitzen und warten. Auch wenn auf eine weitere Beilage wie Reis verzichtet wurde, brauchte es definitiv nichts anderes. Die Menge war richtig passend und ausreichend, und ließ noch entsprechend Platz für die Nachspeise.

Diese rundete unseren „Frühlingsabend“ schön cool ab und glücklicherweise hatten wir davon auch noch etwas mehr über, sodass es zumindest für einen von uns (nämlich mich) einen üppigen Nachschlag gab! Richtig lecker war es wieder und n bissl weniger dafür arbeiten ist auch mal nicht verkehrt – bleibt mehr Zeit zum quatschen. Auch schön in diesen Tagen.

Aufgepasst: Der nächste Kochabend findet am Brückentag statt. Bitte alle vormerken und nichts anderes planen. Besten Dank und bis dahin!

Der 31. Kochabend

Nachdem wir mit 30-minütiger Verspätung in unseren Männerkochabend starteten, waren alle ganz gespannt darauf, was sie heute erwarten würde. Ich erläuterte ein wenig, dass wir ja schon recht unterschiedliche Sachen gemacht hatten und es doch etwas „dünn“ wird, was die Gerichte angeht, ohne sich zu wiederholen. Hierzu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und wollte diese meinen Mitköchen kundtun. Generell sorgte das für eine gewisse „Spannung“ und Neugier, was ich erst einmal als „gutes Zeichen“ interpretierte. Diese Begeisterung legte sich allerdings umgehend, als ich das vermeintliche Menü des Abends vorlegte. Es handelte sich nämlich um ein rein veganes Menü!

Nach einigen „unschönen“ Kommentaren und Beleidigungen mir gegenüber 😀 (natürlich alles nur zum Spaß, hoffe ich), konnte und wollte ich alle nicht mehr weiter auf die Folter spannen und gerade als alle mit mehr oder weniger viel Elan loslegen wollten, „zauberte“ ich das „richtige“ Menü aus dem Nichts hervor. Dies führte fast schon zu stoßgebetartigen Danksagungen an den doch noch vorhanden zu sein scheinenden kulinarischen Gott. Mit deutlich weniger Schweißperlen auf den Antlitzen starteten wir dann mit einem Radler in den Abend.

Das Käse-Sahne-Dessert wollte als erstes zubereitet werden, da es bis zum Verzehr wieder gekühlt werden sollte. Die Zubereitung war denkbar einfach, wie fast immer: „Creme“ anrühren, Sahne und Mandarinen unterheben, Kekse grob zerkleinern und dann schön schichten. Den Mandarinenschaum hatte ich dieses Mal einfach unterschlagen – machte aber nix, es war dennoch mehr als genug für den Abschluss da.

Für den Gruß aus der Küche sollte der bereits am Vortag vorbereitete Parmesanteig ausgerollt und ausgestochen werden. In der Theorie alles gut – allerdings lag der Teig im Kühlschrank und wurde nicht zeitnah heraus geholt, daher glich der Teigball eher einer Kanonenkugel, mit der man so ziemlich alles machen konnte außer ausrollen… Unter extremem körperlichen Einsatz (und warmem Wasser), schafften wir es den Teig in einen Zustand zu versetzen, in dem man ihn wirklich plattieren konnte. Ausgestochen wurden dann, ganz klassisch mit Weihnachts-Ausstechern, Sterne in 3 unterschiedlichen Größen. Die Feta-Mango-Creme wurde dann parallel angerührt und mit den karamellisierten Erdnüssen vermischt, und letztlich gemeinsam schön angerichtet und dekoriert.

Die Vorspeise, Rucola und Erdbeeren, folgte danach. Auch hier keine Kunst – alles mittlerweile Standardprogramm, welches wir mit geübten Handgriffen in gutem Teamwork problemlos meisterten. Gut, das Erdbeer-Espuma hätte man tatsächlich durch ein noch feineres Sieb passieren sollen (da war der Gastgeber schlichtweg zu geizig :-P) – die Kerne fanden sich dann später im Deckel des iSi Sprühgerätes und verhinderten einen sauberen Sprüheffekt, was allerdings dem Geschmack nicht schadete. Nach kurzer Diskussion, ob man denn die getrockneten Feigen in Gänze verzehren könne, gab es unterschiedliche Ansichten. Die Fraktion „Jawoll, alles essbar“ setzte sich durch, was dazu führte, dass so ziemlich jeder beim Verzehr der Vorspeise den „Grutzen“ der Feige aussortierte, nachdem darauf herumgekaut und festgestellt wurde, dass der doch schon ganz schön fest ist…

Und dann wurde es ungemütlich. Nicht, weil es beim Zubereiten der Hauptspeise unterschiedliche Ansichten gegeben hätte – nein, einer der Gäste legte eine Unentspanntheit an den Tag, die wir so in der Form nicht gewohnt waren und erst auch nicht verstehen konnten, worin diese begründet lag. Er „zuchtelte“ direkt nach der Vorspeise extrem herum und drängte uns förmlich dazu, doch nun endlich den Hauptgang fertig zu stellen. Er konnte nicht fassen, dass das Fleisch weder in der Pfanne, noch im Ofen lag – und dabei war es erst 20:30 oder 20:45. Also für mich als Gastgeber eine extrem gute Zeit (ja, mein Zeitmanagement lässt teilweise zu wünschen übrig und ist definitiv ausbaufähig). Gleichermaßen wurde von unserem „unentspannten Gast“ ständig vollmundig philosophiert, wie toll es doch dieses Mal ist, dass endlich wieder mal alle mithelfen beim Kochen (ohne Worte… ob das an seinem Arbeitseifer an diesem Abend lag?!?). Total gehetzt wurde von uns dann der wirklich tolle Gnocchi-Teig zusammengerührt und gerollt und das nicht ganz günstige Fleisch in der Pfanne mit Parmesankruste auf beiden Seiten ~4 Minuten angebraten. Es wanderte zusammen mit dem Speisenthermometer in den Ofen und durfte bei 80°C vor sich hin schwitzen. Um die gewünschte Kerntemperatur von 60°C zu erreichen, dauert das schon so 45 Minuten, was unserem „gehetzten Kollegen“ entschieden zu lange dauerte. Ich habe dann die Balsamico-Schalotten noch fix zusammengerührt und die Gnocchi gekocht, und auf vielfachen Wunsch einer bestimmten Person sogar die Temperatur des Ofens erhöht. Alles fertig, zack auf die Teller und ab auf den Tisch. Sogar der von mir besorgte (Überraschungs-)Rotwein wurde verschmäht und in etwas unentspannter Atmosphäre wurde der Hauptgang zu sich genommen.

Den Vogel abgeschossen hatte o.g. Person dann, indem sie sich vorzeitig, wohlgemerkt vor dem hervorragenden, überaus leckeren Nachtisch zum Unmut und Unverständnis aller anderen, einfach vorzeitig verabschiedete. Ohne Worte.

Das war in der Tat etwas enttäuschend und kommt so in dieser Form hoffentlich nicht wieder vor. Nicht umsonst ist das „unser“ Abend, den wir eigentlich eher entschleunigt und in freudiger Viersamkeit verbringen wollen, um uns kulinarisch etwas Gutes zu tun und nicht das Stresslevel unnötigerweise zu erhöhen. Gut möglich, dass ich beim Rekapitulieren der Situation etwas übertreibe – dennoch war es kein feiner Schachzug. Ich sag nur so viel: „Giroud wird immer wahrscheinlicher“… In diesem Sinne: Gesund und entspannt bleiben und bis zum nächsten Kochabend in vier Wochen.

Der 30. Kochabend

Obwohl der letzte Kochabend schon eine ganze Weile zurücklag (für viele von uns deutlich zu lange) ging es, insbesondere für mich, richtig gut los. Nachdem wir uns zusammengefunden hatten, wurde mir (zuerst fälschlicherweise zum 2-Jährigen dann aber) zum 3-jährigen Jubiläum gratuliert. Es wurde quasi nochmals gewürdigt, dass ich diese Runde vor nun schon 3 Jahren ins Leben gerufen habe und wir alle immer richtig viel Spaß zusammen haben und dazu auch noch lecker essen. Als Präsent wurde mir, wie sollte es auch anders sein, ein „Kochbuch“ überreicht – ich vermute, damit ist eine gewisse „Verantwortung“ für mich verbunden meinen Mitköchen auch mal etwas davon zu servieren. Ich werde versuchen dieser Verantwortung nachzukommen. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Euch – ich war, und bin nach wie vor, sehr gerührt und freue mich auf viele weitere (leckere) Kochabende mit Euch!

Nun aber genug der Worte – Taten folgten. Süß ging es wieder los, denn es stand wieder einmal ein „kaltes Dessert“ an. Hierzu wurden wir verdammt eine gewisse Anzahl an Schokobons zu zerkleinern, was gar nicht so einfach ist. Parallel wurde der „Keksboden“ mit Butter und Nutella gerührt, in eine Schüssel gefüllt und Schokolade(inkl. Schokobonteile) geschmolzen. Die helle Schokolade wurde mit den Schokobons vermischt und kam in die Mascarpone-Creme und wurde auf dem Boden verteilt. Die dunkle Schokolade kam dann „on top“ und alles wanderte zum kühlen für eine ganze Zeit lang in den Kühlschrank.

Dann waren auch schon die Rouladen dran. Diese wurden fachmännisch flach geklopft – ach so nee, das hatte unser Gastgeber alles schon machen lassen… Für uns stand daher „schnippeln“ auf dem Programm – insbesondere für die Sauce. Die Rouladen wurden gewürzt und fachmännisch gefüllt, zusammengerollt und „Bondage-Style“-mäßig zusammengebunden. Den Backofen haben wir auf 160°C vorgeheizt und die Rouladen scharf angebraten. Diese wurden dann von uns entnommen und das Gemüse für den Saucenansatz angebraten. Nachdem das Ganze etwas einreduziert war, wurden die Rouladen in diesem Sud „platziert“ und im Backofen für 90 Minuten gegart. Nach der Hälfte der Zeit hieß es „umdrehen“.

In dieser Zeit kümmerten wir uns um die Vorspeise. Hier waren eigentlich nur die Pinienkerne anzubraten, das Gemüse zu schneiden, ich korrigiere: „exakt zu schneiden nach Ansage unseres Gastgebers“ und die Vinaigrette zu rühren. Dann wurde schon angerichtet mit etwas Rucola und dann konnte die Vorspeise auch schon serviert werden.

Zeitlich lief alles voll nach Plan und es kam keineswegs Stress auf. Manchmal waren die Kehlen zwar etwas trocken, aber auch da konnte für Abhilfe gesorgt werden. Der Thermomix hat letztlich ganz alleine den Möhren-Karotten-Stampf gerührt, sodass wir hier auch recht entspannt anrichten konnten (die Bohnen waren auch ganz fix zubereitet). Finalisiert wurde die Sauce noch mit eiskalter Butter, was nochmals für einen extra Glanz sorgte. Dann konnte geschlemmt werden – sehr, sehr lecker!

Kurz vor der Fastenzeit hatte unser Gastgeber noch das richtige Dessert rausgesucht – kein Figur-Schmeichler, das kann man auf alle Fälle schon mal festhalten. Nichtsdestotrotz natürlich super lecker – ist ja auch nix schlechtes drin 😉 Alles in allem wieder ein sehr schmackhafter Abend. Vielen Dank an den Gastgeber.

Nachdem sich zeitnah die große Runde aufgelöst hatte, verblieb eine kleine Gruppe noch beisammen und verbrachte weiterhin einen sehr angenehmen Abend/Morgen. Gegen 3:30 Uhr wurde auch diese Runde aufgelöst und jeder konnte sich zum Verdauen hinlegen. Nächster Termin ist der 25.03.2022 – wir haben etwas Zeit aufzuholen. Bis dahin – Immer schön lecker essen 🙂

Corona als Spielverderber

Eigentlich hätte bereits im Februar der zweite Kochabend stattfinden sollen. Neben der Tatsache, dass es wohl einer „nicht mehr auf dem Schirm hatte“, kam zu allem Übel auch wieder Corona dazwischen und zwang uns, auf Abstand zu gehen.

Dies hat zur Konsequenz, dass wir leider um weitere 4 Wochen schieben müssen, bis der Kochabend nachgeholt werden kann. Das ist, zumindest für den Großteil, echt schade und soll sich in der Form auch nicht wiederholen.

Ich bitte daher alle nochmal sich die festgelegten Termine umgehend im Kalender einzutragen, zeitnah abzusprechen und dann auch nicht aus dem Auge zu verlieren. Nur so ist gewährleistet, dass wir die 4 Parteien unter „ein Dach“ bekommen. Besten Dank für Euer Verständnis.

Der 29. Kochabend

Das Jahr 2022 startete mit einem „alpinen“ Kochabend – Thema „Tiroler Hütte“. Und das Menü bot alles, was man von einem solchen Abend erwarten würde – nicht zwingend „Figur-freundlich“, dafür aber umso leckerer!

Für den Gruß aus der Küche hatte ich extra meinen Spätzelhobel mitgebracht – wir überlassen ja nichts dem Zufall. Gestartet sind wir dieses Mal mit diversen Teigen: zuerst Spätzelteig und Fritattenteig – später dann noch der für die Germknödel. Irgendwie spielte sich diese Mal alles eher zweigeteilt ab – 2 waren in der Küche am kochen, 2 waren im Esszimmer am Spirituosenschrank-leerräumen (vermutlich wieder nur einer der beiden, aber hey: „Jeder kann irgendwas“ 🙂 ). Die Geschichte der Kasspatzln war auch schnell erzählt: Käse reiben, Zwiebeln schälen, schneiden und anbraten und dann den Spätzelteig ins kochende Wasser geben. Nach 3 Minuten waren letztere quasi schon gut und kamen in die Pfanne zu Zwiebeln und Käse. Alles schön durchmengen, mit restlichen Röstzwiebeln und Schnittlauch garnieren und dann genießen. Glücklicherweise gab es für jeden nochmal einen Nachschlag – das Schälchen war doch „ungewöhnlich klein“ im Vergleich zu den „normalen“ Portionen Käsespätzle zu Hause.

Die Fritattensuppe war auch vergleichsweise „einfach“. Brühe kochen, Fritattenteig „ausbacken“, in Streifen schneiden und zusammen mit Schnittlauch in die Schüsseln geben – auch sehr lecker.

Kommen wir zum Protagonisten. Hierfür wurde ein Stück Rind niedertemperaturgegart. Die Bratkartoffeln wurden erst gekocht, dann in Scheiben geschnitten und schön ausgebraten – zusammen mit Zwiebeln (da macht man nichts verkehrt). Das Fleisch aus dem Ofen kam dann auf das Brett, wurde fachmännisch in kleinere Stücke zerteilt und mit den Bratkartoffeln fertig gebraten. Alles zusammen wurde auf einem vorgeheizten, gusseiserenen Pfännchen angerichtet. Zu guter Letzt gab es für jeden noch ein schönes Spiegelei „on top“ – sehr schön!

Das „abendfüllende“ Programm wurde gekrönt durch, ich würde schon fast sagen „massive“ Germknödel. Das Füllen selbiger könnte noch etwas Übung vertragen, rein optisch fand ich es für das erste Mal gar nicht so schlecht! Ach ja und die Vanillesoße durfte natürlich nicht fehlen. Gefüllt waren die Germknödel mit „Powidl“ und garniert mit „Zuckermohn“. Gut, beim nächsten mal wissen wir gleich, dass ein Topf definitiv nicht ausreicht… Nachdem sich 3 Germknödel im Topf schon tummelten und sich die beiden restlichen nur noch „oben aufschmiegten“ und im wahrsten Sinne des Wortes „auf dem Trockenen lagen“, musste Abhilfe in Form eines weiteren Topfes geschaffen werden. Danach ging aber alles gut – naja fast alles. Die „Jungen“ unter uns schwächelten beim Dessert und kosteten nur spartanisch davon. Da zahlt sich die Erfahrung mal wieder aus.

Der Termin für den nächsten Kochabend wurde vorbildlich am gleichen Abend noch festgelegt – wir hoffen alle, dass dieser auch wahrgenommen werden kann!

Terminfindungsprobleme

Eigentlich wollte ich mich in dieser besinnlichen Zeit noch gar nicht melden, allerdings kommt es aktuell zu Problemen bei der Festlegung auf einen Termin für unseren nächsten Kochabend. Man sollte nicht meinen, dass das ein Problem sein sollte. Und was soll ich sagen – in diesem Ausmaß hatten wir das auch noch nicht. Hoffentlich bleibt es auch bei dieser Ausnahme, sonst komm ich zum folgenden Kochabend mit komplett grauen Haaren.

Nicht nur, dass unser Mr. Zuverlässig trotz Zusage spontan feststellt – nein, ich muss korrigieren – von seiner besseren Hälfte festgestellt wird, dass er an dem zugesagten Termin gar nicht kann… Nein, auch unser Gastgeber hat wohl im Jahresendgeschäft keine Zeit und Muße für einen netten, gepflegten Männerkochabend.

In der entsprechenden Gruppe glühte der Chat und nun haben wir uns auf ein Jahresend-Kochabend geeinigt, der am 30.12.2021 stattfinden wird. Hoffentlich sind alle Kalender korrekt gepflegt und es kommt nicht noch einmal zu solch einer Überraschung. Des Weiteren drücke ich die Daumen, dass es nicht wieder ein Motto-Abend a la „Alles muss raus (zum Jahresende)“ wird.

Ich wünsche allen schon mal eine schöne Adventszeit und ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest.

Der 28. Kochabend

Ein Hoch auf die „Pfälzer Dreifaltigkeit“! So lässt sich dieser Abend ganz gut zusammenfassen – rundum ein Genuss. Zwar nicht so gut für’s Gewicht und die Figur – aber geschmacklich ließ sich, wieder einmal, wenig aussetzen. Hatte man das Menü gelesen, blieben wenige Fragen offen diesen Abend betreffend – evtl. nur noch, was mit „weg-knecheln“ gemeint sein könnte. Aber gut, Appetit konnte man sich an diesem Abend auf jeden Fall holen.

„Man nehme eine Flasche Wein – und schütte sie in den Koch“… So, oder so ähnlich starteten wir in dieses heimatlich verbundene Lokalkolorit. Passend zu unserer Heimat bereiteten wir eine Muskatellercreme mit buntem Obstsalat vor – und dazu braucht es natürlich: Muskateller. Und der wollte natürlich vorab gekostet werden. Um die Kühlzeit gewährleisten zu können war dies auch der erste ToDo-Punkt auf unserer langen Liste. Kompliziert war es nicht: Gelatine einweichen, Wein erhitzen, Eier-Zucker Creme unterrühren und vorab nasal genießen. Ausgedrückte Gelatine unterheben und die Masse danach in den Kühlschrank geben. Steif geschlagene Sahne unterheben, in Gläser portionieren und warten. Trauben und Mandarinen mischen, mit Vanillezucker und Mandarinensaft vermengen und ebenfalls kalt stellen. Danach hieß es wie immer: Warten. Und trinken.

Als Gruß aus der Küche hatten wir an diesem Abend „Geschmolzener Münsterkäse“ im Angebot. Einfach ein wenig Käse auf geschnittene Laugenstangenteile geben, Kerne und Pfeffer drüber – fertig. Ab in den Ofen und mit Schnittlauch verziert genießen. Irgendwie ist uns bei diesem Gang (mal wieder) ein Mit-Koch abhanden gekommen. Nach kurzem rätseln, ob zu warten ist oder nicht, konnte aufgrund der nicht abschätzbaren Ausfallzeit einstimmig beschlossen werden zu schlemmen. Es soll ja durchaus schon mal vorgekommen sein, dass jemand 3 Gänge auf einmal zu sich genommen hat… Hoffen wir, dass sich dies zukünftig ändert – schließlich ist der Männerkochabend ja auch nicht (nur) zum Spaß da!

Kastaniensuppe… Mehr muss ich zur Vorspeise nicht sagen. Der Herbstklassiker schlechthin. Meiner Meinung nach immer wieder ein Gedicht in der schönsten Jahreszeit. Die Sämigkeit ergibt sich gefühlt immer automatisch und sie wird meistens perfekt. Auch dieses Mal. Verziert mit Schmand und kross gebratenen Schinkenwürfeln kann dies auch gerne als Hauptspeise durchgehen – dann eben den ein oder anderen Teller mehr.

Kommen wir zum mächtigsten Teil des Abends – und das schreibe ich nicht ohne Grund. Die Pfälzer Dreifaltigkeit. Immer gern gesehen und oft bestellt, wenn man einmal einkehrt. Aber: Die Hälfte würde auch reichen bei einem 4-Gang-Menü. Herzlichen Dank schon mal für die gütige Versorgung für den Folgetag… Was lag drauf auf dem Teller? Kartoffel/Kastanienpüree, je 1 Bratwurst, 1 Saumagen, 1 Leberknödel und Sauerkraut. Ach ja, die Soße durfte nicht fehlen (die war aber auch lecker…). Im Vergleich zu anderen konnte ich mir nicht alles „reinwürgen“, sondern habe am folgenden Abend nochmals voller Genuss am Hauptgang gekostet. Prinzipiell immer eine gute Wahl – aber von den Mengen her müssen wir echt mal etwas kürzer treten. Das sagte dann auch ganz eindeutig die Waage am späten Abend. Und das lag (leider) nicht an irgendwelchen Fehlinterpretationen aufgrund des Alkoholpegels.

Das Dessert hätte, wie leider auch immer öfter in letzter Zeit, niemand wirklich gebraucht – die meisten haben es dann dennoch aus Höflichkeit gegessen. Sei es wie es ist! Super leckerer Abend mit netter Gesellschaft, viel Wein und viel zu viel leckerem Essen. Wenn uns das mal nicht noch zum Verhängnis wird… Der nächste Termin kurz vor Weihnachten steht auch schon fest und wir sind wie immer gespannt, was uns aufgetischt werden wird.

An diesem Abend haben wir einvernehmlich festgestellt, dass die pfälzer Weine nicht die schlechtesten sind, im internationalen Vergleich… In diesem Sinne: Weiter das Virus bekämpfen – am besten mit Glühwein. Prost!

Der 27. Kochabend

September ist Oktoberfest-Monat! Auch bei unserer Kochrunde ist das schon durchgesickert und so stand heute zünftiges, bayrisches Essen auf unserem Menü-Plan. Aber von Beginn an:

Kaum waren wir dieses Mal bei unserem „tiefstapelnden und oftmals viel gestressten“ Gastgeber angekommen, erlebten wir die erste „Überraschung“ (die aber niemanden mehr wirklich aus den Schuhen hauen konnte…). Empfangen wurden wir mit Platzdeckchen, bestückt mit einem Päckchen Süß-Sauer-Soße vom goldenen M, begleitet von zwei Gutscheinheften mit der Ansage, dass wir uns doch bitte davon etwas aussuchen sollen – nach Möglichkeit aber nicht das Teuerste ;-). Spaß beiseite – es gab dann doch noch ein richtiges Menü. Und das war wieder einmal nichts für den kleinen Hunger zwischendurch…

Ausnahmsweise begannen wir dieses Mal mit der Zubereitung der Hauptspeise und nicht des Desserts. Das lag nicht nur daran, dass wir nichts wirklich kühl stellen mussten, sondern eher an der umfangreichen Gardauer der Haxen. Diese wurden nämlich für ~2 Stunden in Bier, Wasser und Suppengemüse geköchelt. Danach gingen diese in den vorgeheizten Backofen (220°C) und wurden erneut mit Bier übergossen und der Sud alle paar Minuten über die Haxen gegossen. Nach ca. 1 Stunde im Ofen entstand auch schon eine leckere und krosse Kruste. Als Beilage gab es hervorragende Kartoffelknödel (welche von unserem Gastgeber zur Perfektion rund gerollt wurden) und selbstgemachtes bayrisches Kraut.

Eingeleitet wurde dieser kulinarische Abend allerdings durch einen bayrischen „Klassiker“ – Obatzter-Crostini. Wer kennt sie nicht? Ein paar Scheiben rustikales Brot in der Pfanne anrösten und den Obatzter anrühren, mit Schnittlauch und geschnitzten Radieschen anrichten und fertig ist der Gaumen-Schmaus.

Unsere heutige Vorspeise alleine hätte schon als vollwertiger Hauptgang durchgehen können, vor allem mit der jeweils gereichten Bierbegleitung. Es gab „Weißweerschd un Brezl“. Fehlen durfte da natürlich nicht der süße Senf und ein, mir bis dato unbekannter aber ziemlich leckerer, Radieschensalat. Danach waren unsere Mägen schon ausreichend gedehnt und hätten sich sicherlich auch nicht beschwert, wenn nur noch flüssige Nahrung zugeführt worden wäre. Aber Pustekuchen – die „kleine“ Hauptspeise wollte ja auch zumindest mal noch probiert werden.

Zum Dessert bedurfte es dann doch einer etwas ausgedehnteren Pause, denn Bayrischer Kaiserschmarrn mit Apfelmus und Creme Anglaise legt sich ja auch nicht einfach so zwischen die Haxen und Knödel. Alles in allem auf jeden Fall wieder einmal ein sehr authentischer Abend – hoffentlich nicht der letzte bei unserem heutigen Gastgeber?!? Die Antwort auf diese Frage kann man sicherlich bald hier nachlesen. Bis dahin: „Guten Hunger“!

Der 26. Kochabend

Willkommen zurück! Zum Urlaubsausgang der meisten Beteiligten war wieder einmal Kochen angesagt – aus organisatorischen Gründen wurde die Location getauscht. Was sich jedoch nicht negativ auf das Essen auswirken sollte. Dieses Mal gab es kein wirkliches Motto – man könnte es eher als einen verunglückten „Euro-Trip“ bezeichnen, wenn man denn wollte.

Für die Gäste gab es anscheinend eine gute und eine eher weniger gute Nachricht: Die Gute zuerst: Es gab für jeden ein „Gastgeschenk“ in Form eines selbstgebackenen Baguettes. Umwickelt war dies mit dem heutigen Menü – was auch zu der eher weniger guten Nachricht führte: Es könnte ein „Badezimmer-intensiver Abend“ werden. 50% der Beteiligten äußerten Bedenken wie: „Ich hoffe Du hast das Klopapier überall aufgefüllt?“ oder „Bis ich mit der Vorspeise durch bin, kannst Du Dein Bad entweder komplett renovieren oder abkärchern“ oder auch „Hast Du Dein Bad bis an die Decke gefliest?“. Kurzzeitig hatte ich ein mulmiges Gefühl, ob ich mit der Menüwahl so richtig gelegen hatte. Im Nachgang stellt sich die „Panikmache“ allerdings doch eher als „heiße Luft“ heraus und die meisten „Geschäfte“ wurden dann in den heimischen Gefilden getätigt, sodass ich mir um den Klopapiervorrat des Wochenendes keine größeren Sorgen machen musste und den Anruf bei der Rohrreinigungsfirma kann ich mir dankbarerweise auch sparen!

Aber zum eigentlich Wichtigen – dem Essen! Dieses Mal wurde die Vorgehensweise etwas optimiert und auch schon ein Teil des Menüs „vorgekocht“ (nicht um es einfach wieder aufzuwärmen, sondern unter Woche zum Probeessen) um die zeitlichen Auswirkungen besser einschätzen zu können. Dies sollte sich, meiner Meinung nach, auszahlen. Zwei Menüpunkte wurden bereits am Vortag „zubereitet“ – dies waren zum einen die „Oeufs Mimosa“ (zum größten Teil) und der Vorteig für das Baguette.

Am Kochnachmittag selbst habe ich dann die Baguettes noch geformt und gebacken, sodass die „Deko“ für die Menükarten bis zum Eintreffen der Mitköche fertiggestellt war (Ein „Dummy“ für die Deko gab es auch – ein Nudelholz diente als Baguette-Ersatz). So konnte am Kochabend, wie so oft, mit der Nachspeise begonnen werden, die kalt zusammengerührt und mit Gelatine versetzt wurde und zum Kühlen in den Kühlschrank wanderte.

In der Zwischenzeit wurden die „speziellen russischen Eier“ zubereitet. Hierzu wurde mit äußerster Vorsicht gearbeitet, damit sich die „Sauerei“ möglichst in Grenzen hielt. Die rosa-rot gefärbten Eier wurden sorgfältig aufgeschnitten, das Eigelb mit Creme fraîche und Wasabi-Creme vermengt und abgeschmeckt. Mittels Spritzbeutel kam die Masse zurück in die Eierhälften und wurde zusammen mit dem Baguette, der Tunke und etwas Meersalz zum Gruß aus der Küche angerichtet. Optisch ein sehr „interessanter“ Gang, der durchaus geschmacklich überzeugen konnte, wobei eine Gewisse Skepsis durchaus angebracht war. Vor allem die Tunke stieß auf breite Zustimmung und sorgte für den gewissen „Aha-Effekt“ bei diesem Gang, da alle geschmacklich etwas ganz anderes erwartet hatten.

Hiernach ging es an die „Darm-sanierenden“ Vorspeise, die im Vorfeld einigen Kopfzerbrechen bereitete und selbst während der Zubereitung hörte man öfters Bemerkungen wie „Oa Scheiße, müssen das so viele Zwiebeln sein? Reicht da nicht eine?“ oder „Wenn Du noch eine rein machst, dann sprenge ich Dir nachher die Schüssel“ oder auch „Sobald ich den Löffel nachher hinlege sollte der Weg zum Bad besser frei sein“… Vorsichtshalber habe ich mich nochmals nach meinem Versicherungsstand erkundigt und habe dann guten Gewissens noch eine Zwiebel extra mit verarbeitet. Die Suppe köchelte gemütlich vor sich hin und wurde dann ergänzt mit (in der Pfanne „getoastetem“) Toastbrot, welches für kurze Zeit im Backofen mit Käse überbacken und gratiniert wurde. Meiner Meinung nach ein Gedicht – und glücklicherweise reagierten die anderen Körper auch eher „verhalten“ auf den Antioxidantien-Überschuss!

Kommen wir zur Zubereitung des Hauptdarstellers des heutigen Abends – der Lasagne mit den selbstgemachten Nudelplatten. Von einem früheren Kochabend bei mir war den Mitköchen ja bereits bekannt, wie die prinzipielle Vorgehensweise beim Erstellen der Nudelplatten ist. Das sollte sich auszahlen – es wurden für mich hervorragende Nudelplatten erstellt. Nebenbei köchelte für eine ganze Weile das Bolognese-Ragout, welches hauptsächlich aus angebratenem gemischten Hackfleisch (Gott sei dank benötigte ich keinen Speck von „unserem“ Metzger [Insider]…), geschnippeltem Gemüse, Tomaten und Gewürzen bestand. Apropos Gemüse: An dieser Stelle sollte ich vermutlich die hervorragend geschnitzten Karottenstücke nochmals extra hervorheben (die eher die Form eines Pizzastückes hatten denn die eines Würfels, was eigentlich gefordert war – aber wichtig ist ja der Geschmack. Ich mach nur Spaß! Die Form war der Hammer. Unvergleichlich und auch unerreicht in seiner Perfektion. Schlicht „Phänomenal“). Zurück zum Essen. Nachdem ein gefühlter Liter Bechamelsauce gekocht war, ging es ans Schichten der Lasagne. Auch hier wurde mit äußerster Präzision gearbeitet und in jeder Schicht wurde die exakt benötigte Menge verarbeitet – hier gab es keinen Platz für Abweichungen (dies wurde auch peinlichst kontrolliert). Auf die oberste Schicht Bechamelsauce wurde noch geschnittener Mozzarella verteilt und mit geriebenem Mozzarella bestreut. Für knapp 45 Minuten wanderte die Schüssel nun in den Ofen und wurde die letzten paar Minuten noch „gegrillt“ um dem Käse noch die notwendige Farbe zu geben.

Als der „Pott“ dann endlich aus dem Ofen kam fehlten uns die Worte – das änderte sich auch nicht, nachdem wir mit vereinten Kräften die Portionen auf die vorgewärmten Teller beförderten und die ersten Bisse testeten. Ein Lob, welches ich erhalten habe war: „Beste Lasagne außerhalb eines Restaurants, welche ich je gegessen habe – der Hammer“, Vielen Dank hierfür – ich fand sie auch super lecker und werde zukünftig auch wieder öfter Nudeln jeglicher Art selber machen. Nicht nur, weil diese super lecker schmecken, eigentlich ganz einfach gehen und auch super einfach zuzubereiten sind (Spaß macht es auch noch ein bissl). Dazu gereicht wurde ein einfacher Eichblatt-Salat mit selbstgemachter „Spezial-Salatsoße“ und Radieschen-Scheiben. Aber nicht einfach nur Radieschen-Scheiben. Auch hier waren wieder die unglaublich fingerfertigen Hände unseres Mitkoches am Werk, der sich auch hier wieder selbst übertraf und ein Ergebnis lieferte, welches keine Maschine auf der Welt in annähernder Präzision und Gleichförmigkeit hinbekommen würde. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals separat für Deine Teilnahme bedanken – Du bist jedes Mal eine Bereicherung für unsere Gruppe, in jeglicher Hinsicht. Danke, danke, danke.

Und mit diesem etwas „ironischen“ Abschluss wünsche ich einen schönen Restsommer (vielleicht wird das ja noch was), kommt wieder gut in den Job und bedenkt, der Termin für den nächsten Kochabend haben wir auch schon festgelegt. Danke für alles.