Der 71. Kochabend

Der 71. Männerkochabend fand – wenig überraschend – wieder einmal statt. Die üblichen Verdächtigen, die üblichen Getränke, die üblichen Eskalationen. Man könnte fast meinen, es wäre ein Ritual, das sich selbst schreibt. Aber gut, hier die nüchterne Zusammenfassung eines Abends, der sich genauso angefühlt hat, wie er klingt.

🥑 Gruß aus der Küche

Avocado Burrata Bruschetta.
Ja, war halt Avocado. Mit Burrata. Auf Brot. Sah hübsch aus, schmeckte wie erwartet, also völlig in Ordnung. Niemand fiel in Ohnmacht vor Begeisterung, aber es hat auch keiner geweint. Ein solider Start, der nicht weiter erwähnenswert wäre, wenn ich nicht müsste.

🥔 Vorspeise

Kartoffelrösti mit Räucherlachs und Frischkäsecreme.
Der Klassiker, der jedes Mal so schmeckt wie der Klassiker. Knusprig, cremig, lachsig – alles wie immer. Die Runde nickte zustimmend, aber niemand sprang auf den Tisch, um eine Ode an die Kartoffel zu singen. Schade eigentlich.

🥩 Hauptspeise

Tafelspitz mit Meerrettichsoße und Salzkartoffeln.
Der Tafelspitz war zart, die Soße scharf genug, um kurz wach zu werden, und die Salzkartoffeln… nun ja, sie waren Salzkartoffeln. Ein Gericht, das zuverlässig funktioniert, aber auch niemanden in eine Sinnkrise stürzt. Man aß, man schwieg, man trank weiter.

🍰 Nachspeise

Bienenstich-Tiramisu.
Eine Mischung, die klingt, als hätte jemand zwei Desserts fusioniert, weil er sich nicht entscheiden konnte. Überraschend gut, aber auch nicht so gut, dass man noch Jahre später davon erzählen würde. Ein süßer Abschluss, der den Abend nicht rettete, aber auch nicht ruinierte.

🍺🍷🍹 Flüssige Begleitung

Bier und Wein waren wie immer die Grundversorgung. Dazu gesellten sich Moscow Mule und Jacky Cola, weil irgendjemand immer meint, dass ein Männerkochabend ohne Mischgetränke nicht komplett ist. Die Stimmung stieg, die Präzision beim Dartspielen sank, und irgendwann war alles nur noch ein leicht verschwommener Wettbewerb der Mittelmäßigkeit.

🎯 Der Abendverlauf

Gespielt wurde Dart. Natürlich. In illustrer Runde, wie man so schön sagt, obwohl „illuster“ hier eher bedeutet: leicht angeschickert, mäßig konzentriert und zunehmend egal. Der Abend endete früh – also früh am Morgen. Auch das ist Tradition.

🤦‍♂️ Die unvermeidliche Eskalation

Und ja, selbstverständlich gab es wieder den einen. Den, der sich nicht im Griff hat. Den, der irgendwann meint, körperlich werden zu müssen. Immer die gleichen. Man könnte fast eine Bingo-Karte daraus machen.

Fazit

Ein weiterer Männerkochabend, der genauso verlief wie die 70 davor: gutes Essen, viel Alkohol, mäßige Spieleleistung und mindestens eine Person, die sich danebenbenimmt. Man könnte sagen: alles wie immer. Und genau so fühlte es sich auch an.

Der 70. Kochabend

Motto des Abends: Schlachtfest

Siebzigste Runde, gleiche Regeln: Männer, Messer, Meckereien und ein Menü, das keine Kompromisse kennt. Thema des Abends war Schlachtfest — roh, ehrlich und ohne Zuckerguss. Wer bei so einem Thema zart besaitet auftaucht, hat den Ernst der Lage nicht verstanden.

Das Menü

  • Gruß aus der Küche — Kleine Mettigel mit frischem Brot
  • Vorspeise — Kesselfleisch mit Innereien; Zwiebelsalat als Beilage
  • Hauptspeise — Rinderleber mit Bratkartoffeln
  • Nachspeise — Arme Ritter auf Vanillesoße und Apfelkompott

Jeder Gang war durchdacht, rustikal und genau so, wie man sich ein echtes Schlachtfest vorstellt: keine Spielereien, nur Geschmack und Substanz.

Der Abend im Detail

Der Auftakt mit den Mettigeln war ein Statement: handwerklich, salzig, perfekt zum Brot. Das Kesselfleisch folgte mit einer Portion Mut — Innereien, die nicht für Feiglinge sind, begleitet von einem Zwiebelsalat, der jedem noch einmal klar machte, dass hier nicht gezuckert wird. Die Rinderleber kam saftig und kräftig, die Bratkartoffeln knusprig; wer Leber nicht mag, hat an diesem Abend Pech gehabt. Zum Abschluss die süße Versöhnung: Arme Ritter auf Vanillesoße mit Apfelkompott — altmodisch, aber genau richtig.

Die Person, die kämpfte

Vier Personen, und eine davon hat sich durch einige Gänge gequält — ausgerechnet die Person, die das Männerkochen ursprünglich initiiert hatte. Ironie des Abends? Absolut. Man kann ja verstehen, dass Innereien oder Leber polarisieren, aber wer so ein Menü empfiehlt, sollte wenigstens den Anstand haben, etwas Raum für Rückzieher zuzulassen. Stattdessen gab es theatralische Blicke, halbherzige Bissen und Kommentare, die eher nach Ausrede als nach Kritik klangen. Die 3 „Allesfresser“ haben das mit stoischer Gelassenheit ertragen und weitergegessen — schließlich war das Menü kein Vorschlag, sondern ein Auftrag.

Später: Cocktails und Dart

Als die Teller leer waren, wurde die Stimmung flüssiger: Moscow Mule, Captain Cola und Bacardi Cola sorgten dafür, dass die Diskussionen über Innereien in Vergessenheit gerieten. Dart wurde ausgepackt, Pfeile flogen und die üblichen Wetten über Treffer und Ehre wurden abgeschlossen. Wer beim Essen gezögert hatte, war beim Dart wieder voll dabei — und konnte sogar die letzte der Runden für sich entscheiden.

Fazit

Ein Schlachtfest, wie es sein muss: handfest, ehrlich und mit Charakter. Das Menü war ein Volltreffer; die einzige Schwäche des Abends war die Person, die das Ganze nicht genießen konnte und dann auch noch demonstrativ gelitten hat. Das hat dem Abend zwar eine leicht gereizte Note gegeben, aber auch für Gesprächsstoff gesorgt — und am Ende zählt, dass Teller zumeist leer und Gläser meist gut gefüllt waren. Essen, Trinken, Pfeile — Mission erfüllt.

Wollen wir beim 71. Männerkochabend wieder so kompromisslos werden oder lieber etwas, das weniger Diskussionen provoziert? Ich bin gespannt.

Der 69. Kochabend

Der 69. Männerkochabend war ein warmes, weihnachtlich-winterliches Auftaktfest fürs neue Jahr 2026: gute Gesellschaft, Kerzenlicht, dampfende Teller und ein Menü, das Komfort und Raffinesse verband. Es war ein Abend, an dem Tradition auf kreative Ideen traf und der Geschmack von Winter und Festlichkeit in jedem Gang spürbar war.

Menü

Gruß aus der Küche — Frischkäse-Bällchen mit Ährenbaguette
Frischkäse-Bällchen (die eher eine Frischkäse-Creme wurden), aromatisiert mit Kräutern und einer feinen Zitronennote, serviert zum frisch gebackenen Ährenbaguette. Der Kontrast von cremigem Frischkäse und knusprigem Baguette setzte den ersten, beschwingten Akzent.

Vorspeise — Maronensuppe mit Birnen-Nuss-Topping
Eine samtige Maronensuppe, warm und nussig, verfeinert mit einem Topping aus karamellisierter Birne und gerösteten Nüssen. Süße und Erdigkeit spielten hier zusammen und machten den Gang zu einem winterlichen Komforterlebnis.

Hauptgang — Burger Der belgische Samurai (mit Samurai-Soße)
Ein Burger, der mehr ist als Fast Food: saftiges Rindfleisch, geschmacklich abgestimmt auf eine würzige Samurai-Soße, ergänzt durch belgische Einflüsse — Süßkartoffelpommes als Beilage schon auf dem Burger inklusive Gouda, dem typischsten aller belgischen Käse, serviert. Dazu gab es eine Ode an die Avocado – ummantelt in feinstem, angebratenen Speckmantel. Herzhaft, überraschend und perfekt für einen geselligen Männerabend.

Dessert — Winterkuchen
Ein klassischer, aromatischer Winterkuchen rundete das Menü ab: Biscuitteig, Kirschen aus dem Glas und eine feine Creme sorgten für den süßen, festlichen Abschluss und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Atmosphäre und Ablauf

Der Raum war dezent winterlich geschmückt, ohne überladen zu wirken (dazu trugen die schwarz lackierten, eingedrückten Dosen ihren Teil bei): Tulpen, warmes Licht und eine Playlist mit dezenten Winterklängen. Zwischen den Gängen blieb genug Zeit zum Plaudern, für Anekdoten aus dem vergangenen Jahr und für kleine Kochtricks, die ausgetauscht wurden. Die Küche war offen, der Gastgeber nah an den Töpfen — das gemeinsame Kochen war Teil des Erlebnisses, nicht nur die Zubereitung.

Besondere Momente

  • Der Auftakt: Das gemeinsame Anrichten der Frischkäse-Bällchen, die keine wurden, schuf sofort Teamgeist.
  • Die Überraschung: Die Kombination aus Marone und Birne begeisterte alle; einige Gäste notierten sich das Topping für zuhause.
  • Der Burger-Test: Diskussionen über Gargrad, Brötchenwahl und die perfekte Balance der Samurai-Soße führten zu lebhaften Geschmackstests.
  • Der Abschluss: Beim Winterkuchen wurde angestoßen — auf das neue Jahr, auf Freundschaft und auf viele weitere Kochabende.

Tipps für Nachkochen

  • Frischkäse-Bällchen: Gut gekühlter Frischkäse lässt sich besser formen.
  • Maronensuppe: Vorab geröstete Maronen geben Tiefe; ein Schuss Sahne macht die Textur samtig.
  • Samurai-Soße: Basis aus Mayonnaise, Knoblauch und Tomami, mit einem Spritzer Zitronensaft und etwas Rohrzucker ausbalancieren. Achtung bei der Chili – mit Bedacht dosieren.
  • Winterkuchen: Auf jeden Fall das Kirschwasser aus dem Glas nutzen statt Wasser – das intensiviert den Geschmack.

Fazit

Der 69. Männerkochabend war mehr als ein Menü — er war ein Ritual des Genusses und der Gemeinschaft. Ein weihnachtlich-winterlicher Abend, der das neue Jahr mit Wärme, Geschmack und guter Laune begann. Wer solche Abende liebt, nimmt nicht nur Rezepte mit nach Hause, sondern Erinnerungen, die noch lange nachklingen.

Der 68. Kochabend

Der 68. Kochabend war ein Abend voller guter Vorsätze, noch besserer Zutaten und einem Dessert, das sich weigerte, erwachsen zu werden. Wir starteten ambitioniert, kochten mit Herz und einer Prise Übermut — und lernten auf die harte Tour, dass Zeitmanagement kein Gewürz ist, das man einfach nachstreuen kann.

Die Eröffnungsszene: Feldsalat mit Orangen‑Chilli‑Dressing und Mozzarella

Der Feldsalat kam frisch wie ein Sonntagsgedanke, das Dressing war eine kleine Geschmacksexplosion zwischen süß und frech, und der Mozzarella machte genau das, was Mozzarella tun soll: er war unschuldig, fluffig und völlig unbeteiligt an späteren Zeitproblemen. Ein perfekter Auftakt, der uns alle glauben ließ, wir hätten die Kontrolle über den Abend.

Die Suppe, die nach Weihnachten roch

Die Möhren‑Lebkuchen‑Suppe war ein mutiger Schritt in Richtung kulinarischer Nostalgie. Möhren trafen auf Lebkuchen, und plötzlich war der Teller ein Adventskalender für Erwachsene. Wärmend, überraschend und so aromatisch, dass selbst der kritischste Gast zweimal nachschöpfte. Bis hierhin: alles im Plan.

Hauptgang mit Wild und Ambitionen

Das Kartoffel Pavé war eine Schichtarbeit der Liebe: knusprig, buttrig, akkurat. Das Hirschgulasch dazu war tief, würzig und so zart, dass man es mit einem Blick hätte essen können — wenn man denn Augen zum Kauen hätte. Der Hauptgang war der Moment, in dem wir uns alle kurz auf die Schulter klopften und dachten: „Heute läuft’s.“

Der große Fall der Karamell‑Schokoladen‑Tarte

Und dann kam die Tarte. Die Tarte, die nicht fest werden wollte. Man könnte sagen, sie war emotional noch nicht bereit für die Form. Man könnte auch sagen, wir waren zu optimistisch mit dem Zeitplan. Fakt ist: statt einer eleganten, schnittfesten Tarte hatten wir eine köstliche, aber rebellische Schokoladen‑Karamell‑Suppe in Tarteform. Geschmacklich ein Volltreffer; strukturell ein Freestyle‑Kunstwerk. Die Tarte-Stücke wurden dankbarerweise am nächsten Tag ausgeliefert ud sorgten (gefühlt) für Diabetes-Typ II.

Ursache: schlechtes Zeitmanagement.
Symptome: zu frühes Servieren, zu viel Vertrauen in die Kühlzeit, zu wenig Geduld.
Therapie: nächstes Mal früher anfangen oder eine Schüssel Löffel bereithalten.

Fazit und Lehre für den 69. Kochabend

Was gut lief: Vorspeise, Suppe und Hauptgang waren ein Triumph; die Gäste waren satt, glücklich und beeindruckt.
Was schief lief: Dessert hat uns gezeigt, dass Karamell und Ungeduld keine Freunde sind.
Lektion: Plane mehr Zeit ein, respektiere die Kühlzeiten und nenne die Tarte beim nächsten Mal einfach „flüssige Versuchung“ — dann klingt das wie Absicht.

Zum Schluss ein Toast auf den 68. Kochabend: auf die Aromen, die Geschichten und auf die Tarte, die uns daran erinnerte, dass Kochen nicht nur Technik ist, sondern auch Demut — und manchmal ein Löffel, der das Dessert rettet.

Der 67. Kochabend

Wenn unsere Kochtruppe eines kann, dann ist es Gemeinschaft (meistens) – und genau das haben wir beim Irischen Kochabend wieder einmal bewiesen. Zwischen vertrauten Gesichtern, herzhaftem Lachen und einem Hauch von grüner Inselstimmung haben wir ein Menü auf die Beine gestellt, das nicht nur den Gaumen, sondern auch die Seele erwärmt hat.

🥔 Gruß aus der Küche: Irish Potato Nachos

Schon der Auftakt war ein Statement: Knusprige Kartoffelchips, belegt mit geschmolzenem Käse und herzhaften Toppings, die uns direkt nach Dublin versetzt haben. Ein Gruß aus der Küche, der zeigte: Hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt – und zwar mit Kartoffeln, wie es sich für echte Lokalpatrioten gehört.

🥧 Vorspeise: Irish Potato Pie

Die Vorspeise war ein kleines Kunstwerk. Eine Pie, golden gebacken, gefüllt mit cremiger Kartoffelmasse und feinen Kräutern. Ein Gericht, das die Brücke schlug zwischen irischer Tradition und bodenständiger Küche in der Toskana Deutschlands.

🍲 Hauptspeise: Irish Stew mit Irish Colcannon

Das Herzstück des Abends: Ein kräftiger Irish Stew, langsam geschmort, voller Aromen von Lamm, Wurzelgemüse und Kräutern. Dazu Colcannon – Kartoffelpüree mit Kohl und Frühlingszwiebeln. Ein Gericht, das uns alle an einen großen Tisch band und die Wärme Irlands direkt nach Hause brachte.

🍮 Nachspeise: Irish Cream

Zum Abschluss ein süßer Höhepunkt: Irish Cream, samtig und verführerisch, begleitet von einem Glas Guinness oder einem Schluck Whiskey. Ein Dessert, das nicht nur den Abend abrundete, sondern auch die Stimmung noch einmal aufleben ließ.

🍻 Guinness, Whiskey & Gemeinschaft

Natürlich floss das Guinness reichlich – mal als Begleiter, mal als Gesprächsanlass. Und wer wollte, gönnte sich einen Schluck irischen Whiskey (oder 3), der die Geschichten noch lebendiger machte. Zwischen Gläserklirren und herzhaften Lachern wurde klar: Unser Kochabend ist mehr als Essen. Er ist ein Fest der Gemeinschaft, ein Stück Pfalz, das sich mit der Welt verbindet.

Pfalz trifft Irland

Unser Irischer Kochabend war ein Beweis dafür, dass wir hier im Südwesten nicht nur kochen, sondern zelebrieren. Mit Humor, Herz und einem kräftigen Schluck Guinness haben wir die grüne Insel in unsere Mitte geholt – und gleichzeitig gezeigt, dass Lokalpatriotismus auch bedeutet: Wir machen die Welt zu Gast bei Freunden. Man könnte meinen, unser Irischer Kochabend sei ein heimliches Casting für die Kartoffel gewesen. Nur beim Dessert gönnte sie sich eine Pause – vermutlich, um im Backstage-Bereich schon den nächsten Auftritt zu planen. Ganz klar: Die Kartoffel war der heimliche Lokalheld des Abends, und wir haben sie gefeiert wie einen Superstar.

Der 66. Kochabend

Ein kulinarisches Meisterwerk

Wenn große Handwerkskunst auf ambitionierte Hobbyköche trifft, entstehen Abende wie dieser: Der 66. Männerkochabend war ein Fest für die Sinne, ein Paradebeispiel für Genuss, Gemeinschaft und kreative Kochkunst. In geselliger Runde wurde geschnippelt, gebrutzelt, angerichtet und natürlich ausgiebig geschlemmt.

🔥 Der Auftakt – Gruß aus der Küche

Zum Start gab es ein feuriges Fingerfood: Sweet-Chili-Spießchen, die mit ihrer süß-scharfen Marinade sofort Lust auf mehr machten. Fein akurat zusammengesteckt und liebevoll angerichtet, sorgten sie für den perfekten Einstieg in den Abend.

🧀 Frisch & Raffiniert – Die Vorspeise

Die marinierte Burrata auf Rucolasalat mit Tomatencreme war ein Gedicht aus Cremigkeit und Frische. Die samtige Burrata harmonierte wunderbar mit dem würzigen Rucola und der fruchtigen Tomatencreme – ein mediterraner Gruß, der den Gaumen verwöhnte.

🥩 Der Star des Abends – Hauptgang

Mit dem Beef Wellington wurde ein echter Klassiker der gehobenen Küche serviert. Zartes Rinderfilet, umhüllt von einer aromatischen Pilz-Duxelles und knusprigem Blätterteig – ein Gericht, das Präzision und Timing verlangt. Doch bevor das Meisterwerk in den Ofen durfte, passierte das Unmögliche: Der Gastgeber hatte den frischen Blattspinat vergessen!!!

Was folgte, war eine Szene wie aus einem kulinarischen Actionfilm: Ein Teammitglied sprang heldenhaft auf, rief „Ich rette das Wellington!“ und verschwand in die Nacht – bewaffnet mit Einkaufstasche und Entschlossenheit. Minuten später kehrte er triumphierend zurück, Spinat (und Grüner Apfel) im Arm, Applaus im Rücken. Das Gericht war gerettet, die Stimmung auf dem Höhepunkt – und das Beef Wellington wurde so perfekt, dass selbst Starköche wohlwollend genickt hätte.

🍏 Süßer Abschluss – Dessert

Zum krönenden Abschluss gab es eine herbstlich inspirierte Apfel-Zimt Panna Cotta. Die feine Vanillenote der Panna Cotta verband sich mit dem fruchtigen Apfelkompott und einem Hauch Zimt zu einem Dessert, das Wärme und Wohlgefühl auf den Teller brachte.

🍷 Flüssige Begleitung – Ein Potpourri der Aromen

Begleitet wurde das Menü von einer sorgfältig zusammengestellten Auswahl an Weinen – mal fruchtig, mal kräftig, stets passend zum Gang. Für den geselligen Ausklang trugen ein aromatischer Nussschnaps und ein frecher Saurer Apfel Likör bei, die für heitere Stimmung und angeregte Gespräche sorgten.

Ein Abend voller Geschmack, Leidenschaft und guter Laune – der 66. Männerkochabend hat einmal mehr bewiesen, dass kulinarische Abenteuer nicht nur in Profiküchen stattfinden. Hier wird mit Herz gekocht, mit Freude serviert und mit Begeisterung genossen (und mit Vorliebe gesch***** [also bei mir zu Hause…]).

Habt Ihr schon Lust bekommen wieder den Kochlöffel zu schwingen? Dann bleibt gespannt auf Runde 67 – die Ideen brodeln bereits (so wird gemunkelt)!

Der 65. Kochabend

Ein Fest der Kruste, Kalorien und kleinen Kloppereien

Wenn vier Männer sich in der Küche versammeln, um gemeinsam zu kochen, kann das vieles bedeuten: kulinarische Höhenflüge, hitzige Diskussionen über Knödelkonsistenz – und manchmal auch ein kleiner Bruder-Schubser zum Dessert. Der 65. Männerkochabend war genau das: ein zünftiger bayerischer Abend, bei dem nicht nur die Krusten knusperten, sondern auch die Lachmuskeln ordentlich beansprucht wurden.

Gruß aus der Küche: Weißwurstsalat
Der Auftakt war ein echter Weißwurst-Wachmacher. Dünn geschnitten, liebevoll mariniert und mit süßem Senf so charmant angerichtet, dass selbst die Weißwurst sich kurz fragte, ob sie nicht doch lieber auf einem Laufsteg statt auf einem Teller landen sollte. Ein Salat, der Tradition und Frische vereinte – und nebenbei die erste Bierlust weckte.

Vorspeise: Spätzle-Champignon-Geröstl
Hier wurde geröstet, was das Pfännchen hergab. Die Spätzle tanzten mit den Champignons in einer goldbraunen Liaison, die so herzhaft war, dass man kurz überlegte, ob man nicht einfach direkt zur Hauptspeise überspringen sollte. Doch das wäre kulinarischer Hochverrat gewesen – denn dieses Geröstl war ein Gedicht in Butter und Röstaromen.

Hauptspeise: Bayrischer Krustenbraten mit Dunkelbiersoße, Brezenknödel und Radieschen-Rettich-Salat
Der Krustenbraten war das unbestrittene Alphatier des Abends. Die Kruste: so knusprig, dass man sie als Türschutz verwenden könnte. Die Dunkelbiersoße: tiefgründig wie ein Philosoph nach drei Maß. Die Brezenknödel: fluffig, aber mit Haltung. Und der Salat? Ein frecher Frischekick, der sich traute, gegen die Fleischdominanz anzutreten – und dabei gewann.

Nachspeise: Bayerische Creme mit Zwetschgenröster
Zum Schluss wurde’s süß und samtig. Die Bayerische Creme schwebte wie ein Dessertengel über dem Zwetschgenröster, der mit seiner fruchtigen Säure die perfekte Gegenstimme zur cremigen Milde war. Ein Finale, das selbst den letzten Schnapsfreund kurz innehalten ließ – bevor er sich dann doch noch einen genehmigte.

Ein 10-Liter-Fass Helles sorgte für die nötige Gesprächslust, während Schnäpse die Verdauung unterstützten und das Schwarze für die philosophischen Momente zuständig war. Die Getränkekarte war so bayerisch wie ein Maßkrug auf dem Oktoberfest – und wurde mit der gleichen Hingabe geleert.

Wie es sich für einen echten Männerkochabend gehört, blieb es nicht nur bei kulinarischen Auseinandersetzungen. Gegen Ende kam es zu leichten Handgreiflichkeiten unter den Geschwistern – vermutlich ausgelöst durch die Frage, ob die Kruste nun „legendär“ oder „nur sehr gut“ war. Es wurde geschubst, gelacht und kurz die Tischdeko geopfert. Doch wie bei jedem guten bayerischen Fest: Am Ende lagen sich alle in den Armen – satt, zufrieden und mit dem festen Vorsatz, beim nächsten Mal die Zwetschgen doppelt zu rösten.

Fazit:
Der 65. Männerkochabend war ein Fest für Gaumen, Gemüt und gelegentlich die Ellbogen. Ein Abend, der zeigte: Wenn Männer kochen, wird’s laut, lecker und legendär. Und wer die Kruste überlebt, darf sich auf den 66. freuen.

Der 64. Kochabend

Wenn sich vier passionierte Köche zum 64. Mal um den Herd versammeln, darf man Großes erwarten – und genau das wurde an diesem besonderen Abend geboten: ein Menü, das Frankreichs kulinarische Seele in vier Gängen zelebrierte (leichte Nachwehen des letzten Urlaubs unseres Gastgebers). Begleitet von spritzigem Cidre und ausgewählten Weißweinen entfaltete sich ein Fest für die Sinne.

🐚 Gang 1: Jakobsmuscheln in Calvadossoße

Der Auftakt war ein Gedicht aus dem Meer: zart gebratene Jakobsmuscheln, umhüllt von einer cremigen Calvadossoße, die mit einem Hauch Apfel und feiner Säure das maritime Aroma perfekt unterstrich. Ein eleganter Start, der Lust auf mehr machte.

🐟 Gang 2: Fischsuppe nach provenzalischer Art

Die Provence ließ grüßen – mit einer aromatischen Fischsuppe, die nach Sonne, Kräutern und Mittelmeer schmeckte. Safran und Knoblauch verliehen dem Sud Tiefe, während frischer Fisch und Meeresfrüchte für Substanz sorgten. Dazu knuspriges Baguette – ein Klassiker, der nie aus der Mode kommt.

🍗 Gang 3: Französischer Hühnereintopf à la Normandie

Herzhaft, bodenständig und doch raffiniert: Der Hühnereintopf aus der Normandie vereinte zartes Geflügel mit reichlich Zwiebeln, Sahne und einem Schuss Cidre. Ein Gericht, das Wärme spendet und Erinnerungen an französische Landküchen weckt – rustikal und charmant.

🍊 Gang 4: Crêpes Suzette

Zum Finale wurde flambiert: Die Crêpes Suzette, hauchdünn und goldgelb, badeten in einer Orangenlikör-Buttersoße, die mit einem kleinen Feuerwerk serviert wurde. Ein Dessert, das nicht nur den Gaumen, sondern auch die Augen verwöhnte.

🍷 Begleitende Getränke

Der Abend wurde begleitet von trockenem Cidre aus der Normandie und einer Auswahl französischer Weißweine. Die Getränke rundeten das Menü harmonisch ab und unterstrichen die regionalen Akzente.

Ein Abend wie aus einem französischen Bilderbuch – voller Geschmack, Leidenschaft und Freundschaft. Wir haben erneut unter Beweis gestellt, dass kulinarische Tradition und kreative Umsetzung Hand in Hand gehen können. Vive la cuisine! Für viele von uns ein Selbstverständis – für einen geringen Teil jedoch eine echte (kleine) Herausforderung. So ging ein weiterer passiv-aggressiver Kochabend in den frühen Morgenstunden zu Ende.

Der 63. Kochabend

Bei herrlichstem Wetter konnten wir heute einen super gemütlichen Abend zu viert verbringen. Also so war eigentlich der grobe Plan vorab gewesen. Der wurde leider durch einen „krankheitsbedingten Schwächeanfall aufgrund von Appetitlosigkeit (und Fieber/Unwohlsein)“ durchkreuzt. Somit waren wir nach der Vorspeise leider nur noch zu dritt – Gute Genesung nochmal an dieser Stelle an unseren Patienten.

Los ging es damit, dass ein Pott von nicht geringer Größe mit Inhalt(en) gefüllt wurde. Neben einer nicht ganz überschaubaren Anzahl von Limetten und Minze, wanderten Rohrzucker und Rum hinein, welcher dann bis oben hin mit Sekt und Sprudel aufgefüllt wurde. Fertig war ein recht süffiges Getränk, welches uns durch den halben Abend begleitete.

Nachdem Mittags wohl schon erste, sagen wir „weniger erfolgreiche“, Backversuche gestartet und deren überschaubares Ergebnis auf „mangelhafte Trockenhefequalität“ geschoben wurde, begannen wir mit der Verarbeitung des extra nochmal neu angesetzten „Hoagie-Teiges“. Dieser war richtig gut aufgegangen und konnte nun „semi-fachmännisch“ verarbeitet werden. Bestrichen mit Eigelb ging es dann in den Ofen um die Grundlage für das Sandwich im Hauptgang zu legen.

Gegrüßt wurde dieses Mal fast schon wieder „klassisch“ mit Lachs, Avocado und Dillcreme. Ein Gericht, welches uns schon einige Kochabende (in Variationen) begleitet, aber immer wieder total lecker schmeckt. Genau so auch dieses Mal. Der Lachs war dieses Mal zwar nur „so la la“ geschnitten (was war da denn bitte los? :-P) aber die Schichtung… Ein Traum.

Beim Camembert gab es schon wieder erste Bedenken, was die Menge anging. Somit wurde entschieden, lediglich 3 Käse mit Speck zu umwickeln, so konnten sich zwei Köche einen teilen – was sich im Nachgang durchaus als „nicht nachteilig“ erweisen sollte. Zusammen mit dem Mango-Mozarella-Salat aber eine überraschend leckere Geschichte.

Der Hauptgang sah dieses Mal vermeintlich etwas „unspektakulärer und weniger aufwendig“ aus. Einen Sandwich als Hauptspeise hatten wir glaube ich allerdings auch noch nicht und geschmacklich war auch das wieder super lecker. Der benutzte Käse war vielleicht etwas „spezieller“, aber der eigentlich vorgesehene war ja gar nicht erst zu bekommen… Die Brötchen waren der Hammer – lediglich die Röstzwiebeln hätten ein paar mehr sein können, wenn man etwas „optimieren“ wollte.

Abgerundet wurde unser Teil-Grillmenü von gegrillter Ananas mit Vanilleeis und Karamellsoße. Auch wenn es vom Aufwand her überschaubar war, hatten wir einen schönen Abend, der noch durch einige Darts-Spiele „gekrönt“ wurde. Apropos gekrönt – wer genau hatte nochmal 4 Spiele gewonnen an dem Abend? 😉 Es fehlt aktuell noch eine Zusage, dann könnte auch der nächste Kochabend terminiert werden. Also bitte klären und Bescheid geben. Besten Dank und schöne Ferien allen!

Der 62. Kochabend

„Türkiye’ye Hoş Geldiniz“ – Herzlich Willkommen in der Türkei! Mein erster „Motto-Abend“ stand an und ich hatte mir etwas „spezielles“ überlegt. Das komplette Menü war ein kompletter Blindflug und insbesondere vor dem Dessert hatten wir alle Respekt (und ein wenig Angst) – zurecht!

Eigentlich gibt es nicht viel zum Abend zu erzählen. Ich hatte abgelaufenes Bier serviert (keine Ahnung, wie das passieren konnte [Peinlich *hüstel*]), es war wieder viel zu viel, unsere „Partymaus“ schwächelte extrem und hat sogar einen Powernap gemacht, es wurde zum ersten Mal auf Wunsch eine Runde Fifa gespielt und das Dessert wollten auch nur noch die wenigsten (ganz) aufessen.

Ich glaube sowieso, dass kaum jemand die Beiträge hier liest, daher spare ich mir dieses Mal den Part hier. Sollte das jemandem missfallen, kann er das gerne mitteilen – oder selbst mal Beiträge schreiben 🙂