Der vierte Kochabend

Am 20.07.2019 erwartete uns das große Finale unserer ersten Kochrunde. Hierzu hatte unser tiefstapelndes Mitglied zu sich eingeladen mit anfänglichen Versprechungen, es gäbe unterschiedliche Fast-Food-Gänge verschiedener Nationalitäten und Lieferdienste. Die eigentliche Intention dahinter war die Hoffnung aus der Kochrunde ausgeschlossen zu werden, falls er sich nicht wirklich Mühe gibt.

Mit diesen Aussichten haben wir uns alle mehr oder weniger pünktlich zum Abschluss eingefunden und durften mit Freude feststellen, dass es sich nur um heiße Luft gehandelt hat und er ein dem Finalabend entsprechendes Menü vorbereitet hatte (oder hat lassen – man weiß es nicht so genau)! Der Abend stand bereits unter einem schlechten Stern, als der Gastgeber vollmundig schwärmte, wie er extra für uns in filigranster Feinarbeit am Vorabend noch die Terrassenmöbel auf das Feinste abgeschliffen hatte. Um uns dies auch bildlich zu demonstrieren, fuhr er mit der rechten Hand auf dem Tisch entlang und fing sich sogleich ein Spreisel epischen Ausmaßes ein, welches von unserem Ersthelfer in professioneller Arbeit herausoperiert wurde. Nach dem ersten Bier war der Schreck auch gleich vergessen und wir konnten uns ans Kochen und Schnippeln machen.

Da auch der heutige Koch über einen Thermomix verfügte, ging das Erstellen des Desserts, mit welchem wir begonnen, recht schnell von der Hand. Fast zu schnell, da die Beiköche am Schnippeln waren und der Sous-Chef auf einmal verkündete, dass das Dessert bereits fertig sei. Zum Kühlen wanderte es dann in den Kühlschrank, bis es verzehrt werden sollte. Den Start bildete die Tomaten-Mango-Salsa mit Garnelen, welche bei heißen Temperaturen durch einen kühlen Caipirinha vortrefflich ergänzt wurde.

Dann standen sowohl der Gruß aus der Küche wie auch die Vorspeise auf dem Plan, für die hauptsächlich akkurate Schneidearbeit vonnöten war. Dies wurde von uns jedoch bravourös gemeistert, sodass die Salsa und der der Schafskäse in der Grillpfanne recht schnell Form annahmen. Für den Küchengruß wurden parallel noch Garnelen in der Pfanne ausgebacken. Garniert mit etwas Gemüse und anständig Knoblauch war auch der Schafskäse zeitnah vollendet und konnte zum Garen auf den Grill.

Danach kam der Hammer – im wahrsten Sinne des Wortes. Unser heutiger Koch überraschte uns mit dem Hauptgang: T-Bone Steak sollte es sein. Allerdings ist das Wort „Teilen“ unserem Gastgeber anscheinend kein Begriff. Denn er hatte ernsthaft vor jeden von uns mit einem eigenen 700g-Steak zu versorgen – das nenne ich mal Gastfreundschaft! Um dem Fleisch eine angemessene Zubereitung zu ermöglichen, wurde der Grill anständig angeheizt, die Steaks darauf von beiden Seiten für ca. 2 Minuten scharf angebraten und mit einem herrlichen Grillmuster versehen. Danach wurde in eines der Steaks das Garthermometer eingefügt und auf eine Kerntemperatur von 65°C programmiert. So verbrachten die Steaks eine ganze Zeit im Grill bei indirekter Hitze. In der Zwischenzeit wurden Kartoffelspitzen vorbereitet (erst gekocht, dann geschnitzt und im Backofen gebraten) und als weitere Beilage ein Kräuterquark, sowie eine Kräuterbutter angerührt. Alles zusammen kam dann als Hauptgang auf den Teller. Wobei, auf den Teller wäre zu viel des Guten, denn darauf hatte jeweils nur das Steak Platz.

Der krönende Abschluss gehörte dem Dessert, welches gegen 22:30 Uhr gereicht wurde. Hier waren sich alle Köche einig, dass es sich um einen würdigen Abschluss der ersten Kochrunde handelte. Nach einem schnellen Radler verabschiedeten wir uns nicht jedoch ohne den Termin für die nächste Kochrunde anzuvisieren.

Der dritte Kochabend

Am 07.06.2019 war es endlich wieder soweit. Mit einer etwas größeren Pause ging es wieder ans gemeinsame Kochen. Der heutige Koch erwartete die anderen Teilnehmer an diesem Abend im Freien. Der Tisch war gedeckt für einen genüsslichen Abend – aber der liebe Gott hatte anscheinend etwas dagegen. Kurz vor Beginn des Kochabends zog ein heftiger Sturm auf mit Regen im Schlepptau. Also hieß es für uns: Umziehen ins Esszimmer.

Diese Tatsache hatte jedoch keinerlei Auswirkung auf unsere Lust zu kochen. Und so ging es mit sonnigen Gesichtern in die Küche zur Vorbereitung des Küchengrußes. Hierzu bekam jeder wieder seine Aufgabe zugeordnet und das große Schnippeln begann. Zur gleichen Zeit wurde schon das Rinderfilte kross von allen Seiten angebraten und zur niedertemperatur-Phase in den Backofen geschoben, damit dieses nach 2 Stunden aufgetischt werden konnte. Danach wurde der Thunfisch in 4 Schälchen mit Mango angerichtet und fand den Weg auf den Esstisch.

Dann wurde es bunt in der Küche. Die rote Beete wurde geschält und in dünne Scheiben gehobelt. Der Ziegenkäse wurde ebenfalls in Scheiben geschnitten und zusammen mit Feigensenf auf die roten Beete drapiert. Das Waschen des Ruccola war eine Kleinigkeit – das Karamelisieren der Walnüsse erforderte da schon etwas mehr Konzentration. Zusammen ergab das unsere Vorspeise des heutigen Tages.

Nachdem das Rinderfilet gut 2 Stunden bei niedriger Temperatur vor sich hin ziehen konnte ging es jetzt darum den Hauptgang servierfertig zu machen. Hierzu wurden die Babymöhren blanchiert und die Kartoffeln weich gekocht. Zusätzlich wurde ein Rotweinsud angesetzt, der die Soße zum Braten bilden sollte. Zu unser aller Überraschung improvisierte unser Gastgeber des heutigen Abends sein Kartoffelpüree auf seine ganz eigene Art – ich nenne hier nur das Stichwort „Butter“. Alle Mitkochenden wissen an dieser Stelle Bescheid. Da sich das Püree nicht wirklich optimal durch das Sieb streichen ließ, wurde es kurzerhand glatt pürriert und die Hauptspeise konnte serviert werden.

Den Abschluss des heutigen Abends bildete das Schoko-Törtchen mit teils noch flüssigem Kern. Hierzu gab es einen mühsam (von der Maschine) aufgeschlagenen Vanilleschaum und selbstgemachtes Eis. Hierfür wurden die Zutaten zusammen in eine Schüssel getan und ebenfalls pürriert – allerdings erst nachdem unser Chefkoch uns darauf hingewiesen hatte, dass zwingend ein Handtuch zu nutzen sei, da die Küche (und derjenige, der pürriert) sonst wie gesprenkelt aussehen würde. Als flüssige Begleitung rundete der Sherry den Abend ab und alle gingen mit gut gefülltem Magen nach Hause.

Jetzt freuen wir uns alle auf den krönenden Abschluss der erste Kochrunde bei B, der uns sicher alle positiv überraschen wird.

Der zweite Kochabend

Am 03.05.2019 stand der zweite Kochabend an für unsere Truppe. Und dieses mal hatten wir sogar einen fünften Küchenhelfer – der von vielen sowohl geliebte, als auch verteufelte Thermomix war mit von der Partie.

Der Kochaufwand hielt sich dementsprechend auch in Grenzen, da das Gerät fast alles übernahm und der Gastgeber Teile schon am Vorabend gerichtet hatte (bspw. Bärlauchbutter). Dem heutigen Sous-Chef kam diese Tatsache entgegen, sodass der Fokus hier eher auf der Flüssignahrung lag.

Los ging es, wie so oft, mit der Zubereitung des Desserts, da dieses eine entsprechende Kühlzeit benötigte. Die Zutaten waren schnell gerichtet und in den Thermomix geworfen. Ruck-Zuck wurde die perfekte Schokoladenmousse gezaubert.

Im Anschluss ging es an den Gruß aus der Küche, der dieses Mal etwas kleiner ausgefallen ist – eine Lektion des ersten Kochabends! Die Lachscreme wurde mit viel Liebe zusammengerührt – ganz ohne technische Hilfsmittel. Zusammen mit dem Baguette ergab sich herrlich frischer Start in das Abendmenü.

Für die Spargelcremesuppe wurden die Spargel geschält – gerne auch ein zweites Mal, damit die Gaumenfreunde ja nicht gestört würde von übrig gebliebenen Schalen. Direkt danach ging es an das Highlight des Abends – die Lammlachse. Unser heutiger Gastgeber ließ es sich nicht nehmen uns mit dieser Leckerei zu verwöhnen. Der „kleine Bruder“ des Thermomix kam zum Einsatz und ließ die Herzen unserer Köche höher schlagen. Der Tefal OptiGrill! Mit ihm war es möglich, dass Fleisch gleichmäßig „kontakt-zu-grillen“ und durch die sich ändernde Farbe wurde signalisiert, wann der gewünschte Gargrad erreicht war. Und wir waren alle positiv überrascht – das Ergebnis war phänomenal lecker.

Auch wenn die Zubereitung der Salatsoße zu kleineren Diskussionen führte, sprechen die Bilder für sich. Ein weiterer, sehr gut gelungener Abend, der alle sehr zufrieden stellte.

Der erste Kochabend

Am 15.03.2019 war es soweit. Voller Erwartung fanden sich gegen 17:30 Uhr alle bei M ein und wir versammelten uns auch direkt um die Kücheninsel. Bei den „Gastköchen“ bildeten sich erste Schweißperlen, als sie sahen, wie professionell M vorbereitet war. Es wartete eine vollumfängliche „Schnibbelanleitung“, sodass nichts schief gehen konnte und auch kein Gang vergessen werden sollte.

Nach einem schnellen Pfälzer Bier von BrauArt – Craft Beer aus der Pfalz ging es dann auch direkt und voll motiviert an die Messer. Als erstes, wie es sich auch gehört, wurde der Nachtisch vorbereitet, da dieser eine längere Zeit im Kühlschrank verbringen musste um in Form zu kommen/bleiben. Die Unterstützer machten sich direkt ans Limette auspressen und Obst waschen/schneiden. Die beiden Köche des Abends kochten das Panna Cotta. Danach kam alles zusammen und in den Kühlschrank – nicht nur der Nachtisch brauchte eine erste Pause. Auch bei dem ein oder anderen kam ein weitere Trinkpause genau zur rechten Zeit.

Im Anschluss wurden die weiteren Gänge in höchster Professionalität zubereitet. Der Gruß aus der Küche, welcher als nächstes an der Reihe war, erinnerte eher an eine ziemlich große Vorspeise, da sehr üppig bemessen. Daran störte sich aber niemand, da es für viele eher unbekannt, aber sehr lecker war.

Für eine weitere positive Überraschung sorgte die Vorspeise. Die Kombination aus Apfel und Sellerie sorgte zuerst für Verwirrung – geschmacklich konnte sie aber durchaus überzeugen. In nachgelagerten Gesprächen konnte schon herausgefunden werden, dass diese Suppe durchaus schon erfolgreich nachgekocht wurde.

Als Hauptspeise gab es richtiges Männeressen: Rumpsteaks. Diese wurden kurz heiß von allen Seiten angebraten und durften dann, mit Thermometer gespickt, neben der Tomatensalsa im Ofen garen. Das Ergebnis stimmte alle Beteiligten sehr zufrieden – auch die selbstgemachte Kräuterbutter konnte sich sehen lassen.

Zum Abschluss musste nur noch das Panna-Cotta aus dem Kühlschrank geholt und verzehrt/genossen werden. Alles in Allem lässt sich festhalten: Der erste Abend war durchaus gelungen und allen hat es sehr gut geschmeckt. Es machte Lust auf mehr und der nächste Termin war auch umgehend ins Auge gefasst worden. Der Abend klang dann entspannt bei einigen weiteren Bieren und Weinen aus. Weiter so!

Der Plan steht

Bei unserem ersten Treffen habe ich als Initiator des Kochabends den mitkochenden Personen erläutert, wie ich mir die Kochabende vorstellen könnte. Nach einer lebhaften Diskussion, bei reichlich Bier, konnten wir uns auf die folgenden Fakten einigen (dies auch nochmal als Zusammenfassung und Übersicht für diejenigen, die es vielleicht schon wieder vergessen haben):

  • Wir kochen in kleiner Runde (4 Personen), da in unseren Küchen nicht mehr Platz ist
  • Wir kochen an einem Freitagabend (Beginn: 15.03.2019)
  • Wir starten um 17:30 Uhr (ggf. passen wir die Zeit noch an)
  • Der Männerkochabend findet 1 Mal pro Monat statt
  • Der Ort des Geschehens wechselt für jeden Kochabend
  • Der Gastgeber stellt folgende Sachen zur Verfügung:
    • seine Küche
    • Geschirr/Besteck
    • Getränke (vorwiegend alkoholischer Natur)
    • alle benötigten Zutaten für das Menü
  • Es gibt Koch-Paare:
    • 2 Personen sind hauptverantwortlich fürs Kochen
    • die anderen beiden unterstützen (schnippeln, abspülen…)
  • Der Gastgeber oder das Kochpaar legen das Menü fest
  • Das Menü wird am Abend des Kochens verkündet
  • Lebensmittelunverträglichkeiten oder Sachen, die gar nicht gewünscht sind, werden mitgeteilt
  • Jeder bringt folgende Sachen selbst mit zum Kochabend:
    • 1 Schneid-Messer
    • 1 Schneid-Brettchen
    • 1 Kochschürze
    • Durst (davon gerne etwas mehr)

Wurde an allen vier Locations einmal gekocht, versuchen wir ein Familien-Event, vorwiegend in einem großen Garten, zu organisieren, bei dem alle Frauen und Kinder auch dabei sind. Dies kann auch gerne an einem Samstag- oder Sonntagnachmittag stattfinden. Dort kochen die Männer dann für Frauen und Kinder. Die Organisation dieser Veranstaltung ist noch separat und zu gegebenem Zeitpunkt durchzuführen.

Um uns für unser Engagement gebührend zu entlohnen, gehen die vier Köche mindestens einmal im Jahr zusammen Essen wo es leckeres Essen für Männer gibt. Auch dieses Event wird eher spontan in der gesamten Männerrunde geplant und ist nicht fix terminiert (und kann bei Bedarf auch öfter im Jahr durchgeführt werden).

Initialisierung

Unser Männerkochabend wird ins Leben gerufen!

Am Donnerstag, den 07.02.2019 haben wir vier Hobbyköche uns getroffen um bei ein paar Fläschchen Bier zu besprechen, wie unsere Kochabende ablaufen könnten. Dabei waren organisatorische Dinge zu klären wie:

  • An welchem Tag wollen wir zusammen kochen?
  • Wie häufig wollen wir das machen?
  • Gibt es Koch-Teams und Helfer?
  • In welchen Umfang wollen wir kochen?
  • Wer kauft ein?
  • Gibt es eine „Einkaufskasse“?
  • Wer legt wann das zu kochende Menü fest?
  • Kochen wir nach Abschluss einer Runde für unsere Familien im großen Stil?
  • Gibt es Lebensmittel, die nicht vertragen werden?
  • Wer mag etwas gar nicht?
  • Sind bestimmte Sachen zum Kochabend mitzubringen?

Innerhalb von gut 3 Stunden konnten auf alle Fragen zufriedenstellende Antworten gefunden werden, sodass alle gespannt nach vorne blicken, wie der erste gemeinsame Männerkochabend letztlich sein wird.