Der 10. Kochabend

Zum zweiten Mal im Januar fand unser Kochabend statt – ein ziemlich guter Start ins Jahr 2020, meiner Meinung nach. Dieses Mal sollte es „wild“ werden. Unser Gastgeber hat uns direkt darüber informiert, dass es nicht ganz einfach war zu dieser Jahreszeit frisches Wild zu bekommen. Nach mehreren Absagen bei lokalen Metzgern führte der Großhandel letztlich zum Erfolg.

Los ging es, wie so oft, mit der Zubereitung des Desserts. Erneut stand weiße Schokolade in Form von Mousse auf dem Programm. Mit dem Thermomix war die Zubereitung wieder ratz-fatz erledigt. Entsprechend wenig Vorbereitung war für uns alle zu tun. Nachdem wir die Mousse mit dem Creme Fraiche vermischt hatten, wanderte alles wieder in den Kühlschrank bis zum Verzehr.

Als Vorspeise stand dieses Mal Kichererbsensuppe auf dem Plan. Fix zusammengemischt, aufgekocht und püriert – und schon war auch der Gruß aus der Küche mehr oder weniger komplett vorbereitet. Noch schön garniert starteten wir kulinarisch in den Abend.

Auch die Zubereitung der Vorspeise war, erstaunlicherweise, überschaubar. Feta schneiden und in eine Auflaufform geben, gehackte Nüsse mit Rosmarin und Honig vermischt darauf verteilen und backen. Zwischenzeitlich wurde der Salat geputzt und ausnahmsweise auf bereits herausgetrennten, fertigen Granatapfelkernen zurückgegriffen. Zu den Zwiebeln wurde noch eine Vinaigrette angerührt und letztlich alles angerichtet und serviert.

Etwas „arbeitsintensiver“ wurde es dann schon bei der Hauptspeise. Auch hier wurden die einzelnen Komponenten in Teams zubereitet. Zum einen natürlich der Hauptdarsteller – das Reh. Zum anderen das Maronenpüree sowie die glasierten Möhren. Bei letzterem konnten wir alle zustimmend feststellen, dass ein bisschen Grün an den Karotten gleich ein ganz anderes Bild gibt – wir sind richtige kulinarische Experten geworden 🙂 Aus dem Sud und dem Gemüse wurde noch eine Soße gerührt, die nicht ganz unseren Ansprüchen stand hielt. Die Angaben aus dem Rezept waren in dieser Hinsicht aber auch nicht zufriedenstellend. Auch wenn nicht alles von der Konsistenz war wie gewünscht konnte geschmacklich überhaupt nichts ausgesetzt werden.

Abgerundet wurde der Abend wieder durch eine süße Köstlichkeit – zur weißen Schokoladenmousse wurde auch ein edelsüßer Wein gereicht. So kann ein Abend gerne ausklingen.

Der 9. Kochabend

Frohes neues Jahr! Zum Start in 2020 wurde direkt bei uns angekocht – am 03.01.2020 hieß es wieder: Ran an die Töpfe und Pfannen. Da ich vor Weihnachten leider meinen eigentlich angedachten Kochabend absagen musste, überraschte ich die Mitköche zur Wiedergutmachung mit einem zusätzlichen Gang.

Los ging es dieses Mal mit einem wirklich kleinen Gruß aus der Küche. Dattel-Walnuss-Minze wurde zum Secco als Aperitif gereicht. Hierzu wurde eine Creme angerührt und von den Unterstützern zahlreiche Walnüsse geknackt. Die Datteln wurden anschließend gefüllt und mit Minzblatt und Walnuss dekoriert. Ein überraschend leckerer Einstieg in dieses Kochjahr.

Direkt danach ging es wieder an das Dessert, welches eine gewisse Zeitspanne im Kühlschrank verbringen sollte. Hierzu wurde die Lebkuchenmousse über heißem Wasser schaumig geschlagen und in Gläser gefüllt. Die benötigten Glühweinbirnen wurden bereits am Vortag eingelegt, damit diese entsprechend Geschmack und Farbe annehmen konnten.

Alle Zutaten für die Suppe stand bereit – es gab wieder erstaunlich wenig unterstützende Tätigkeiten, weswegen viele interessante Gespräche stattfanden. Die Maronensuppe war schnell gekocht und entsprechend mit Deko garniert und angerichtet. Ein richtig leckeres Wintergericht, das wieder bei allen gut ankam und mich zum „Suppen-Spezialisten“ ernannte mit dem Kommentar: „Suppen kann‘ er“!

Die Überraschung des Tages bescherte der Salat im Brotballon. Die Ballons wurden von mir Nachmittags bereits vorgebacken – hierzu wurden Teigkugeln flach ausgerollt und im heißen Ofen kurz „aufgeblasen“. Kurz vor’m Anrichten wurde die Unterseite etwas mit Wasser benetzt, aufgeschnitten und mit Salat und Sesambrösel gefüllt und wieder richtig herum auf den Teller gelegt. Angerichtet auf dem Teller sah man somit nur den geschlossenen Brotballon. Dieser musste im Anschluss per Gabel „aufgeklopft“ werden und der Salat inklusive Sesambrösel sprang heraus. War eine ganz schöne Sauerei – aber ein netter Effekt. Das Birnendressing kann zukünftig auch gerne mit einem „richtigen/leckeren“ Dressing ersetzt werden.

Das Highlight des Tages bildete das für uns alle eher unbekanntere Straußensteak. Besorgt hatte ich es am Vortag auf der Straußenfarm – 1 kg pures Straußenfilet. Dieses wurde in 4 gleich große Teile geschnitten, auf allen Seiten scharf angebraten und mit Speisenthermometer bei 80°C für gut 2 Stunden im Ofen weitergegart, sodass eine Kerntemperatur von 56°C erreicht wurde. Zwischenzeitlich wurde der Teig für die Maronenwaffeln zusammengerührt – dann hieß es „Warten“. Als sich die Steaks dem angestrebten Garpunkt näherten, wurden die Waffeln ausgebacken und alles zusammen mit den karamellisierten Birnen und meinem selbstgemachten Zwiebelchutney angerichtet. Wir alle mussten feststellen: Ein Gedicht! Das Filet war butterzart und eines der leckersten Sachen, die ich/wir in der letzten Zeit zu uns genommen hatte. Es lohnt sich wirklich mal Strauß auszuprobieren, falls man es noch nicht kennt. Bei mir wird es sicherlich mal wieder auf der Karte stehen.

Zum Schluss wurde dann, mal wieder gegen Mitternacht, das Dessert aus dem Kühlschrank geholt, mit den Glühweinbirnen belegt und der restliche Glühwein warm gemacht und daneben serviert. Ein paar Raspeln weißer Schokolade dienten ebenfalls als Dekoration.

Meines Erachtens nach wieder ein gelungenes Menü, welches die Richtlatte für dieses Jahr schon einmal festgelegt hat. Glücklicherweise hat sich der nächste Koch bereit erklärt, ein weiteres Kochevent Ende des gleichen Monats stattfinden zu lassen, sodass wir im „alten Trott“ bleiben können. Ich bin gespannt und freue mich – wie immer.

Jahresabschluss

Ein ereignisreiches Jahr 2019 neigt sich dem Ende entgegen. Rückblickend lässt sich sagen, dass die Initialisierung des Männerkochabends ein voller Erfolg war – alle Beteiligten hatten immer viel Spaß, es gab immer leckeres Essen und Trinken und jeder konnte seinen eigenen (Geschmacks-)Horizont erweitern.

Soweit ich das beurteilen kann, freuten sich alle immer wieder, wenn ein weiterer Kochabend anstand. Und so soll es auch im neuen Jahr sein. Da ich als Initiator leider meinen Kochabend direkt vor Weihnachten verschieben musste, starten wir am 03. Januar in die neue Kochrunde im Jahr 2020! Vermutlich wird es dennoch ein winterlich/weihnachtliches Menü geben und ich versuche den, zugegebenermaßen hoch gesteckten Anforderungen, zu entsprechen, so dass es ein gelungener Start ins neue Jahr wird.

Soweit so gut. Goodbye 2019 – Hello 2020! Euch allen noch besinnliche und erholsame Weihnachtstage und einen guten Rutsch. Auf ein kulinarisch reichhaltiges und abwechslungsreiches 2020.

Der 8. Kochabend

Zum Abschluss der zweiten Kochrunde stand ein winterliches Menü auf der Liste unseres heutigen Gastgebers. In entspannter Atmosphäre wurden wir bei einem Aperitif begrüsst und uns wurden die kostspieligen Details der einzelnen Gänge erläutert. Wie bei all unseren Kochabenden wurden auch dieses mal weder Kosten noch Mühen gescheut, um ein in sich stimmiges Menü anzubieten.

„Gans“ besonders lecker sollte es wieder werden – und das braucht bekanntlich Zeit. Daher starteten wir wieder einmal mit der Vorbereitung des Hauptganges. Der Vogel wollte nämlich eine entsprechend lange Zeit im Ofen verbringen. Nach scharfem Anbraten wanderten die Gänsekeulen in einen Bräter, der gut und gerne älter war als wir. Für die Soße wurde Suppengemüse angebraten und mit entsprechender Flüssigkeit abgelöscht. Diese Kombination wanderte dann für etwa 2 Stunden in den Backofen.

Dann stand der Gruß aus der Küche an – Carpaccio vom Rind. Das war eine entspannte Angelegenheit für uns. Etwas Zitrone auspressen, Rucola waschen und ein paar Pinienkerne anrösten – ein Kinderspiel für uns. Direkt noch schön angerichtet und schon konnten wir den ersten Gang des Abends genießen. Im Nachhinein weiß ich gar nicht mehr genau woran es lag – am leckeren Essen oder dem erhöhten Weingenuss auf leeren Magen – aber wir verloren uns im Plaudern und Fachsimpeln. Zu diesem Zeitpunkt schien es ein extrem entspannter Abend zu werden.

Bis unserem Gastgeber dann brühwarm einfiel, dass es mit den Gänsekeulen alleine ja nicht getan ist und doch noch etwas mehr auf dem Plan stand – was zeitlich gesehen dann schon eine größere Herausforderung für uns war. Also ab an die Messer und Schüsseln und schnippeln, was die Muskeln hergaben. Schnell die Zutaten für die Knödel gewaschen und zerkleinert und mit dem Brot, den Eiern und der Milch im Thermomix zu einer Masse verarbeitet. Anschließend wurden 8 Knödel mit Liebe geformt und im Kühlschrank zwischengelagert. Das Rotkraut musste schließlich auch noch gewaschen, geschnitten und zusammen mit den Äpfeln für 1 Stunde im Thermomix gegart werden. An diesem Punkt kamen wir dann doch etwas ins Schwitzen um den Hauptgang doch noch zusammen servieren zu können. Es zeigte sich aber hier wieder, dass wir bereits ein eingespieltes Team sind und alle Hand in Hand arbeiten.

Dazwischen wollte ja auch noch die Vorspeise erarbeitet werden. Hier sah alles nach einem Selbstläufer aus – Salat mit Hähnchen machen wir mittlerweile mit links. Los ging es damit die Walnusskerne anzurösten. Aber Moment mal – wo waren denn bitte die Walnusskerne?!? Tja, die waren noch schön in ihren Schalen versteckt… Also her mit dem Nussknacker. Und wo war der Nussknacker?!? In dem Haushalt nicht verfügbar. Also blieb uns nichts anderes übrig als diese ganz klassisch aufzuknacken – mit den Händen. Bei uns wird Handarbeit eben noch groß geschrieben. Das Anrichten geht schon einfach von der Hand und die Vorspeise konnte verzehrt werden.

Zu fortgeschrittenerer Stunde wollten dann auch die Keulen aus dem Ofen geholt werden. Nebenbei köchelte das Rotkraut und die Knödel wurden ebenfalls in kochendem Wasser gegart. Wir waren alle sehr gespannt, wie die Gans schmecken würde – und wieder einmal haben wir ganze Arbeit geleistet. Ein Feuerwerk der Sinne. Auch die Beilagen passten super dazu und sind uns richtig gut gelungen.

Im Anschluss konnten wir entspannt an die Nachspeise gehen. Hier war ebenfalls wenig Zuarbeit notwendig, da ein Teil bereits vorgearbeitet wurde und den Rest die Eismaschine besorgte. Ein gelungener Abschluss des Abends. Einzige kritische Anmerkungen gab es zur Schokoladensoße, die dreisterweise einfach fertig über das Gericht gegossen wurde – hier müssen wir nochmal über genaue Regeln und Vorgaben sprechen 🙂 Auf in Runde 3!

Der 7. Kochabend

„Papaya Papaya Coconut Banana“ – an diesen Song von Alexander Marcus konnte man sich am heutigen Abend erinnert fühlen, denn unser Gastgeber lud zum Thailändischen Kochabend ein. Abgesehen von „Banana“ war auch fast alles geboten, was in der thailändischen Küche zum Einsatz kommt. Unter vollem Körpereinsatz (und zum Teil gefühlter Gefährdung unserer Gesundheit :-P) fand heute mal ein etwas „experimentierfreudigerer“ Abend statt. Wobei das auch nicht ganz stimmt, denn die Deko bestand aus Bananenblättern!

Los ging es mit einer Begrüßung der anderen Art – auf uns warteten 4 Kokosnüsse, die professionell mit dem Akku-Schrauber aufgebohrt wurden um darin je ein Röhrchen zu versenken. Anschließend konnte man den flüssigen Inhalt austrinken, was bei der Hälfte der Teilnehmer nicht ganz gelang…

Alsbald machten wir uns an den Gruß aus der Küche und sortierten aus den 65 gekauften Artikeln, diejenigen, die wir benötigten. Routinemäßig fanden dann alle Handgriffe statt und die Füllung war zügig zusammen gerührt. Zwischenzeitlich erhitzten wir das Öl im Topf um die Rollen im Anschluss zu frittieren. Die ersten „Einwickelversuche“ mit dem Teig und der Füllung waren noch nicht ganz optimal, aber dann hatten wir den „Dreh“ raus und haben 8 formschöne Röllchen herausbekommen. Nach dem „Fettbad“ kurz abtropfen und dann auf den Tellern anrichten. Aber nicht zu vergessen – die Erdnuss-Soße kam auch noch dazu. Erdnuss-Soße – was soll ich sagen – einfach lecker!

Für die Vorspeise wurden aus diversen Gemüsearten fleißig Julienne-Streifen geschnitten. Ich glaube für uns alle war heute die Premiere, da wir zuvor noch nie einen im Mörser zubereiteten Salat gegessen hatten. Neben einem gefühlten Knoblauch-Fuß kamen auch noch ein paar wenige Chili mit dazu… Zu einem Vampirproblem ist es an diesem Abend definitiv nicht gekommen – und nach der Vorspeise war die Zimmertemperatur gefühlt schlagartig erhöht. Die Vorspeise wurde komplettiert durch in schwarzem Sesam panierten Thunfisch, welcher kurz in Erdnussöl angebraten wurde, und einer Avocado-Creme.

Kommen wir zum Hauptgang: Was darf in einer thailändischen Küche definitiv nicht fehlen? Genau, Curry! Und genau ein solches, nämlich den Favorit unseres Gastgebers, bereiteten wir selbst zu. Bei den verwendeten Gewürzen musste dem ein oder anderen erklärt werden, um was es sich gerade handelte. Wir spekulierten kurzzeitig auf einen Glühwein – aber Fehlanzeige. Reis kochen war kein Problem – das Curry war da schon etwas anspruchsvoller. Auch hierzu gab es wieder reichlich Knoblauch und Chili. Natürlich wurde dieser Gang ganz traditionell im Wok zubereitet und anschließend in Schälchen gefüllt. Der Reis noch gekonnt in einer Tasse von B angerichtet und schon ging auch dieser Gang raus zum Verzehr.

Für die Nachspeise wurde bereits 24 Stunden vorher besonderer Reis eingeweicht, welcher besonders „sticky“ ist. Dieser wurde noch mit reichlich Palmzucker versetzt und mit Kokosmich aufgekocht. Dazu gab es thailändische Mango, die noch süßer sein soll als die „gewöhnliche“ Mango. Nach diesem Gang waren alle Bäuche prall gefüllt und man spürte sichtlich noch die Zeitumstellung (oder das Reisbier…). Ach ja – fast ging es mir wie dem Gastgeber und ich hätte es fast vergessen: Zum finalen Abschluss gab es natürlich noch für jeden einen Glückskeks.

Der 6. Kochabend

Bei schönstem Wetter fanden wir uns wieder bei F ein um einen gemeinsamen Kochabend zu verbringen. Das von seiner Frau in aufwendigster Kleinarbeit und detaillierter Fingerarbeit erstellte Menü ließ, wie immer, viele leckere Gänge erahnen.

Um den Kochabend entsprechend einzuleiten und in das Wochenende zu starten gab es zu Beginn einen Secco vom Weintor, der fruchtig lecker war. Essens-technisch starteten wir, wie so oft, mit der Nachspeise, da diese erneut einiges an Kühlzeit benötigte. Hierzu wurden Leibnitz-Butterkekse auf Stufe 4 für 15 Sekunden im Thermomix zerkleinert. Dachte ich. F war mit dem Zerbröselungsgrad der Kekse jedoch nicht ganz zufrieden, weswegen er für nur wenige Sekunden die Geschwindigkeit stufenweise erhöht und wieder reduziert hatte. Das Ergebnis: Die Kekse lösten sich quasi schon in Staub auf. Kurzerhand wurden die restlichen ganzen Kekse händisch zerkleinert und als Zwischenschicht genutzt. Der Rest des Desserts bereitete deutlich weniger Schwierigkeiten – im 4-Schicht-System wurden alle Gläser befüllt und so konnte das Dessert für gut 4 Stunden in den Kühlschrank wandern.

Grüßen wollte F heute mit Schinken-Rucola-Parmesan-Röllchen. Und das tat er dann auch. Da wir gerne und ausgiebig grüßen, wurde kurzerhand die 4-fache Menge zusammengerollt – und das war auch gut so. Die Rollen waren super lecker und da durfte es auch gerne etwas mehr sein.

Da unser Gastgeber den Feldsalat bereits gewaschen und gesäubert hatte, ging es für uns an den Rest der Vorspeise. Hierbei gestaltete sich das Ausnehmen des Granatapfels, wie zu erwarten war, als sehr beschwerlich. F hatte sich jedoch im Voraus gut informiert und uns erläutert, dass es deutlich weniger Sauerei gibt, wenn man den Granatapfel „unter Wasser“ auseinander nimmt. Hierzu haben wir dann nicht den Pool, sondern eine mit Wasser gefüllte Schüssel genommen – und siehe da: das Ergebnis war nicht zu verachten. Das Geklecker hielt sich in Grenzen. Die Avocado, mittlerweile eine Standard-Zutat unserer Kochabende, war schnell fachmännisch vorbereitet und das Dressing gekonnt zusammengerührt. In der Zwischenzeit erhitzte sich der Backofen und wurde dann mit den Ziegekäse-Plättchen mit Honig-Nuss-Haube gefüttert. Gekonnt wurde alles angerichtet und serviert – dazu wurde ein Grauburgunder gereicht.

Als es schon dämmerte begannen wir mit dem Hauptgang. Für diesen wurde zuerst der Grill vorbereitet und das Gemüse gewaschen, geschnitten und gewürzt. Für den Couscous-Salat wurden alle Zutaten vorbereitet und so konnte der Couscous vor sich hin quellen. Sobald die Temperatur des Grills erreicht war, konnte alles auf den Grill wandern, das Fleisch wurde nochmals mit Marinade bepinselt und die beiden Filets jeweils mit einem Thermometer versehen – wir überlassen ja nichts dem Zufall. Unser Gastgeber nahm eigentlich alles weitere selbst in die Hand, und als er das in Alufolie gepackte Fleisch zur Tür herein trug, lief uns allen das Wasser im Mund zusammen. Das roch schon ziemlich lecker. So konnten wir kaum erwarten, was wir gleich probieren durften – und wie immer war, vor allem das Fleisch, der Hammer. Vom Gargrad wieder einmal perfekt und außen schön kross und fruchtig würzig. Der Couscous-Turm rundete zusammen mit dem Gemüse den Gang ab.

Auch am heutigen Abend stellten wir wieder fest, dass das Dessert bei den Kochabenden von F eigentlich immer am „frühesten“ auf den Tisch kommt. Gegen 23 Uhr konnten wir über unseren Käsekuchen im Glas herfallen. Meiner Meinung nach: Ein Gedicht. Ich würde, im Vergleich zu Teilen der anderen Köche, jedes Schokoladen-Dessert dafür links liegen lassen. Ein super Abend wie immer.

Der 5. Kochabend

Und los ging es am 23.08.2019 in die zweite Runde bei bestem Wetter und wie immer illustrer Gesellschaft. Zu Beginn der neuen Runde hatte M erneut zu sich eingeladen um den Mitköchen ein weiteres, ausgefallenes Menü zu präsentieren, was erneut auf gute Resonanz stieß – so viel sei schon mal verraten.

Da das heutige Menü den Gastgeber am Vorabend noch etwas in Stress versetzte, da noch ein paar Details umgeworfen wurden, musste aufgrund des Umfangs und des benötigten Zeitaufwandes schon vor dem Eintreffen der Kollegen mit dem ein oder anderen Bestandteil des Menüs begonnen werden. Allem voran wurde das Lachstatar zusammengemischt und kühl gestellt, da dies eigentlich zum Gruß aus der Küche gehören sollte. Ebenso wurde das Selleriepüree bereits gekocht und für das Espuma vorbereitet.

Da sich dieser Gang jedoch als zu umfangreich darstellte wurde kurzerhand umdisponiert und der Mangosalat auf Rauke zum Gruß umfunktioniert. Dieser war vergleichsweise einfach in Teamarbeit zubereitet und konnte somit gegen 19 Uhr sehnlichst erwartet serviert werden und stellte sich als leckerer Auftakt eines geselligen Abends dar.

Im Anschluss wurde dann das Lachstatart mit Avocadocreme zubereitet und in Servierringen angerichtet. Hierzu wurden auf die Avocadocreme etwas Lachstatar gesetzt und jeweils in die Servierringe gedrückt. Die Krönung sollte das Apfel-Sellerie-Espuma sein – auf welches leider in seiner eigentlichen Konsistenz verzichtet werden musste. Ein fehlender Dichtungsring am „Sprühgerät“ verhinderte leider das formkorrekte Austreten der Flüssigkeit. Kurzerhand wurde es auf die Türmchen formschön gelöffelt und mit Genuss verspeist.

Als Hauptgang folgte ein Sous-Vide gegartes Rinderfilet – eine Art zu kochen, die eher selten Anwendung findet in unserer Kochrunde und von uns daher ausprobiert werden musste. Es ist nicht nur eine sehr schonende Art leckeres Fleisch zuzubereiten – es erfordert auch wenig Aufmerksamkeit. Die 4 Fleischstücke wurden von M am Kochmorgen frisch besorgt und zu Hause zeitnah mit ein paar Zweigen Rosmarin und Thymian, sowie etwas Olivenöl in vakuumierte Beutel eingeschweißt und im Kühlschrank zwischengelagert bis zur Zubereitung. Hierfür wurden die 4 Beutel bei 56°C für ca. 2,5 Stunden in den Dampfgarer gegeben und im Anschluss nur noch kurz (ca. 1,5 – 2 Minuten) von beiden Seiten scharf angebraten. In der Zwischenzeit war genug Zeit um einen Nudelteig anzusetzen, für 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen zu lassen und dann mit viel Kraft durch die Maschine zu drehen. So waren alle wirklich gut beschäftigt. Nebenbei hatte auch das angebratene Gemüse genügend Zeit zu einer richtig leckeren Soße zu verkochen. Kurz bevor das Menü serviert wurde, durften die Apfelspalten noch ein Bad im Karamell nehmen. Zufälligerweise blieb hier schon genügend Karamellmasse übrig, die auf die 4 vorgefertigten Soufflé-Förmchen verteilt werden konnte. Danach wurde endlich gespeist und das Fleisch überzeugte durch seine Zartheit und den optimalen Garpunkt.

Als Dessert kam heute etwas ausgefalleneres auf den Tisch. Da das Kaiserschmarren-Soufflé jedoch noch nie zuvor vom Koch zubereitet wurde zog sich die Zubereitung etwas in die Länge. Nachdem die Masse gerührt für eine gute halbe Stunde in den Kühlschrank wanderte, wurde der Eischnee anschließend untergehoben und die Masse auf die Förmchen verteilt. Zum Schluss wurden ein paar Mandelblättchen auf den Förmchen verteilt und diese durften nun für ca. 30 Minuten in den Backofen. In der Zwischenzeit köchelte auf dem Herd das Birnen-Brombeer-Kompott. Gegen Mitternacht war das Dessert endlich fertig, konnte aus dem Ofen geholt und auf Teller gestürzt werden. Mit dem Kompott wurde das Soufflé angerichtet und noch warm serviert. Auch hier wieder ein sehr gelungener Abschluss mit Geschmäckern, die man so nicht unbedingt kannte – ein vielversprechender Start in die zweite Kochrunde.

Fazit der ersten Kochrunde

Die erste Runde wurde gekocht – und wir alle sind uns einig: es hat sich gelohnt und war ein voller Erfolg! Vor allem die unterschiedlichen Kochansätze und Geschmäcker sorgten immer wieder für Aha-Erlebnisse der positiven Art. Wir alle fanden, dass es uns bereichert hat und wir auf jeden Fall damit in dieser Konstellation weiter machen wollen.

In diesem Sinne möchte ich mich persönlich nochmal bei allen Beteiligten bedanken für die tolle Mitgestaltung und die einfallsreichen Gerichte. Ich hoffe es hat euch mindestens genau so viel Spaß gemacht wie mir, was mich darin bestätigt, dass es eine gute Idee war diese Runde ins Leben zu rufen.

Ich hoffe auf viele weitere spannende, ausgefallene und vielleicht auch unbekannte Menüs damit sich unsere Gaumen weiter der tollen Geschmäcker erfreuen können. In diesem Sinne nochmals vielen Dank und möge die zweite Runde mindestens genau so lecker werden.

Der vierte Kochabend

Am 20.07.2019 erwartete uns das große Finale unserer ersten Kochrunde. Hierzu hatte unser tiefstapelndes Mitglied zu sich eingeladen mit anfänglichen Versprechungen, es gäbe unterschiedliche Fast-Food-Gänge verschiedener Nationalitäten und Lieferdienste. Die eigentliche Intention dahinter war die Hoffnung aus der Kochrunde ausgeschlossen zu werden, falls er sich nicht wirklich Mühe gibt.

Mit diesen Aussichten haben wir uns alle mehr oder weniger pünktlich zum Abschluss eingefunden und durften mit Freude feststellen, dass es sich nur um heiße Luft gehandelt hat und er ein dem Finalabend entsprechendes Menü vorbereitet hatte (oder hat lassen – man weiß es nicht so genau)! Der Abend stand bereits unter einem schlechten Stern, als der Gastgeber vollmundig schwärmte, wie er extra für uns in filigranster Feinarbeit am Vorabend noch die Terrassenmöbel auf das Feinste abgeschliffen hatte. Um uns dies auch bildlich zu demonstrieren, fuhr er mit der rechten Hand auf dem Tisch entlang und fing sich sogleich ein Spreisel epischen Ausmaßes ein, welches von unserem Ersthelfer in professioneller Arbeit herausoperiert wurde. Nach dem ersten Bier war der Schreck auch gleich vergessen und wir konnten uns ans Kochen und Schnippeln machen.

Da auch der heutige Koch über einen Thermomix verfügte, ging das Erstellen des Desserts, mit welchem wir begonnen, recht schnell von der Hand. Fast zu schnell, da die Beiköche am Schnippeln waren und der Sous-Chef auf einmal verkündete, dass das Dessert bereits fertig sei. Zum Kühlen wanderte es dann in den Kühlschrank, bis es verzehrt werden sollte. Den Start bildete die Tomaten-Mango-Salsa mit Garnelen, welche bei heißen Temperaturen durch einen kühlen Caipirinha vortrefflich ergänzt wurde.

Dann standen sowohl der Gruß aus der Küche wie auch die Vorspeise auf dem Plan, für die hauptsächlich akkurate Schneidearbeit vonnöten war. Dies wurde von uns jedoch bravourös gemeistert, sodass die Salsa und der der Schafskäse in der Grillpfanne recht schnell Form annahmen. Für den Küchengruß wurden parallel noch Garnelen in der Pfanne ausgebacken. Garniert mit etwas Gemüse und anständig Knoblauch war auch der Schafskäse zeitnah vollendet und konnte zum Garen auf den Grill.

Danach kam der Hammer – im wahrsten Sinne des Wortes. Unser heutiger Koch überraschte uns mit dem Hauptgang: T-Bone Steak sollte es sein. Allerdings ist das Wort „Teilen“ unserem Gastgeber anscheinend kein Begriff. Denn er hatte ernsthaft vor jeden von uns mit einem eigenen 700g-Steak zu versorgen – das nenne ich mal Gastfreundschaft! Um dem Fleisch eine angemessene Zubereitung zu ermöglichen, wurde der Grill anständig angeheizt, die Steaks darauf von beiden Seiten für ca. 2 Minuten scharf angebraten und mit einem herrlichen Grillmuster versehen. Danach wurde in eines der Steaks das Garthermometer eingefügt und auf eine Kerntemperatur von 65°C programmiert. So verbrachten die Steaks eine ganze Zeit im Grill bei indirekter Hitze. In der Zwischenzeit wurden Kartoffelspitzen vorbereitet (erst gekocht, dann geschnitzt und im Backofen gebraten) und als weitere Beilage ein Kräuterquark, sowie eine Kräuterbutter angerührt. Alles zusammen kam dann als Hauptgang auf den Teller. Wobei, auf den Teller wäre zu viel des Guten, denn darauf hatte jeweils nur das Steak Platz.

Der krönende Abschluss gehörte dem Dessert, welches gegen 22:30 Uhr gereicht wurde. Hier waren sich alle Köche einig, dass es sich um einen würdigen Abschluss der ersten Kochrunde handelte. Nach einem schnellen Radler verabschiedeten wir uns nicht jedoch ohne den Termin für die nächste Kochrunde anzuvisieren.

Der dritte Kochabend

Am 07.06.2019 war es endlich wieder soweit. Mit einer etwas größeren Pause ging es wieder ans gemeinsame Kochen. Der heutige Koch erwartete die anderen Teilnehmer an diesem Abend im Freien. Der Tisch war gedeckt für einen genüsslichen Abend – aber der liebe Gott hatte anscheinend etwas dagegen. Kurz vor Beginn des Kochabends zog ein heftiger Sturm auf mit Regen im Schlepptau. Also hieß es für uns: Umziehen ins Esszimmer.

Diese Tatsache hatte jedoch keinerlei Auswirkung auf unsere Lust zu kochen. Und so ging es mit sonnigen Gesichtern in die Küche zur Vorbereitung des Küchengrußes. Hierzu bekam jeder wieder seine Aufgabe zugeordnet und das große Schnippeln begann. Zur gleichen Zeit wurde schon das Rinderfilte kross von allen Seiten angebraten und zur niedertemperatur-Phase in den Backofen geschoben, damit dieses nach 2 Stunden aufgetischt werden konnte. Danach wurde der Thunfisch in 4 Schälchen mit Mango angerichtet und fand den Weg auf den Esstisch.

Dann wurde es bunt in der Küche. Die rote Beete wurde geschält und in dünne Scheiben gehobelt. Der Ziegenkäse wurde ebenfalls in Scheiben geschnitten und zusammen mit Feigensenf auf die roten Beete drapiert. Das Waschen des Ruccola war eine Kleinigkeit – das Karamelisieren der Walnüsse erforderte da schon etwas mehr Konzentration. Zusammen ergab das unsere Vorspeise des heutigen Tages.

Nachdem das Rinderfilet gut 2 Stunden bei niedriger Temperatur vor sich hin ziehen konnte ging es jetzt darum den Hauptgang servierfertig zu machen. Hierzu wurden die Babymöhren blanchiert und die Kartoffeln weich gekocht. Zusätzlich wurde ein Rotweinsud angesetzt, der die Soße zum Braten bilden sollte. Zu unser aller Überraschung improvisierte unser Gastgeber des heutigen Abends sein Kartoffelpüree auf seine ganz eigene Art – ich nenne hier nur das Stichwort „Butter“. Alle Mitkochenden wissen an dieser Stelle Bescheid. Da sich das Püree nicht wirklich optimal durch das Sieb streichen ließ, wurde es kurzerhand glatt pürriert und die Hauptspeise konnte serviert werden.

Den Abschluss des heutigen Abends bildete das Schoko-Törtchen mit teils noch flüssigem Kern. Hierzu gab es einen mühsam (von der Maschine) aufgeschlagenen Vanilleschaum und selbstgemachtes Eis. Hierfür wurden die Zutaten zusammen in eine Schüssel getan und ebenfalls pürriert – allerdings erst nachdem unser Chefkoch uns darauf hingewiesen hatte, dass zwingend ein Handtuch zu nutzen sei, da die Küche (und derjenige, der pürriert) sonst wie gesprenkelt aussehen würde. Als flüssige Begleitung rundete der Sherry den Abend ab und alle gingen mit gut gefülltem Magen nach Hause.

Jetzt freuen wir uns alle auf den krönenden Abschluss der erste Kochrunde bei B, der uns sicher alle positiv überraschen wird.