Der 69. Kochabend

Der 69. Männerkochabend war ein warmes, weihnachtlich-winterliches Auftaktfest fürs neue Jahr 2026: gute Gesellschaft, Kerzenlicht, dampfende Teller und ein Menü, das Komfort und Raffinesse verband. Es war ein Abend, an dem Tradition auf kreative Ideen traf und der Geschmack von Winter und Festlichkeit in jedem Gang spürbar war.

Menü

Gruß aus der Küche — Frischkäse-Bällchen mit Ährenbaguette
Frischkäse-Bällchen (die eher eine Frischkäse-Creme wurden), aromatisiert mit Kräutern und einer feinen Zitronennote, serviert zum frisch gebackenen Ährenbaguette. Der Kontrast von cremigem Frischkäse und knusprigem Baguette setzte den ersten, beschwingten Akzent.

Vorspeise — Maronensuppe mit Birnen-Nuss-Topping
Eine samtige Maronensuppe, warm und nussig, verfeinert mit einem Topping aus karamellisierter Birne und gerösteten Nüssen. Süße und Erdigkeit spielten hier zusammen und machten den Gang zu einem winterlichen Komforterlebnis.

Hauptgang — Burger Der belgische Samurai (mit Samurai-Soße)
Ein Burger, der mehr ist als Fast Food: saftiges Rindfleisch, geschmacklich abgestimmt auf eine würzige Samurai-Soße, ergänzt durch belgische Einflüsse — Süßkartoffelpommes als Beilage schon auf dem Burger inklusive Gouda, dem typischsten aller belgischen Käse, serviert. Dazu gab es eine Ode an die Avocado – ummantelt in feinstem, angebratenen Speckmantel. Herzhaft, überraschend und perfekt für einen geselligen Männerabend.

Dessert — Winterkuchen
Ein klassischer, aromatischer Winterkuchen rundete das Menü ab: Biscuitteig, Kirschen aus dem Glas und eine feine Creme sorgten für den süßen, festlichen Abschluss und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Atmosphäre und Ablauf

Der Raum war dezent winterlich geschmückt, ohne überladen zu wirken (dazu trugen die schwarz lackierten, eingedrückten Dosen ihren Teil bei): Tulpen, warmes Licht und eine Playlist mit dezenten Winterklängen. Zwischen den Gängen blieb genug Zeit zum Plaudern, für Anekdoten aus dem vergangenen Jahr und für kleine Kochtricks, die ausgetauscht wurden. Die Küche war offen, der Gastgeber nah an den Töpfen — das gemeinsame Kochen war Teil des Erlebnisses, nicht nur die Zubereitung.

Besondere Momente

  • Der Auftakt: Das gemeinsame Anrichten der Frischkäse-Bällchen, die keine wurden, schuf sofort Teamgeist.
  • Die Überraschung: Die Kombination aus Marone und Birne begeisterte alle; einige Gäste notierten sich das Topping für zuhause.
  • Der Burger-Test: Diskussionen über Gargrad, Brötchenwahl und die perfekte Balance der Samurai-Soße führten zu lebhaften Geschmackstests.
  • Der Abschluss: Beim Winterkuchen wurde angestoßen — auf das neue Jahr, auf Freundschaft und auf viele weitere Kochabende.

Tipps für Nachkochen

  • Frischkäse-Bällchen: Gut gekühlter Frischkäse lässt sich besser formen.
  • Maronensuppe: Vorab geröstete Maronen geben Tiefe; ein Schuss Sahne macht die Textur samtig.
  • Samurai-Soße: Basis aus Mayonnaise, Knoblauch und Tomami, mit einem Spritzer Zitronensaft und etwas Rohrzucker ausbalancieren. Achtung bei der Chili – mit Bedacht dosieren.
  • Winterkuchen: Auf jeden Fall das Kirschwasser aus dem Glas nutzen statt Wasser – das intensiviert den Geschmack.

Fazit

Der 69. Männerkochabend war mehr als ein Menü — er war ein Ritual des Genusses und der Gemeinschaft. Ein weihnachtlich-winterlicher Abend, der das neue Jahr mit Wärme, Geschmack und guter Laune begann. Wer solche Abende liebt, nimmt nicht nur Rezepte mit nach Hause, sondern Erinnerungen, die noch lange nachklingen.

Der 68. Kochabend

Der 68. Kochabend war ein Abend voller guter Vorsätze, noch besserer Zutaten und einem Dessert, das sich weigerte, erwachsen zu werden. Wir starteten ambitioniert, kochten mit Herz und einer Prise Übermut — und lernten auf die harte Tour, dass Zeitmanagement kein Gewürz ist, das man einfach nachstreuen kann.

Die Eröffnungsszene: Feldsalat mit Orangen‑Chilli‑Dressing und Mozzarella

Der Feldsalat kam frisch wie ein Sonntagsgedanke, das Dressing war eine kleine Geschmacksexplosion zwischen süß und frech, und der Mozzarella machte genau das, was Mozzarella tun soll: er war unschuldig, fluffig und völlig unbeteiligt an späteren Zeitproblemen. Ein perfekter Auftakt, der uns alle glauben ließ, wir hätten die Kontrolle über den Abend.

Die Suppe, die nach Weihnachten roch

Die Möhren‑Lebkuchen‑Suppe war ein mutiger Schritt in Richtung kulinarischer Nostalgie. Möhren trafen auf Lebkuchen, und plötzlich war der Teller ein Adventskalender für Erwachsene. Wärmend, überraschend und so aromatisch, dass selbst der kritischste Gast zweimal nachschöpfte. Bis hierhin: alles im Plan.

Hauptgang mit Wild und Ambitionen

Das Kartoffel Pavé war eine Schichtarbeit der Liebe: knusprig, buttrig, akkurat. Das Hirschgulasch dazu war tief, würzig und so zart, dass man es mit einem Blick hätte essen können — wenn man denn Augen zum Kauen hätte. Der Hauptgang war der Moment, in dem wir uns alle kurz auf die Schulter klopften und dachten: „Heute läuft’s.“

Der große Fall der Karamell‑Schokoladen‑Tarte

Und dann kam die Tarte. Die Tarte, die nicht fest werden wollte. Man könnte sagen, sie war emotional noch nicht bereit für die Form. Man könnte auch sagen, wir waren zu optimistisch mit dem Zeitplan. Fakt ist: statt einer eleganten, schnittfesten Tarte hatten wir eine köstliche, aber rebellische Schokoladen‑Karamell‑Suppe in Tarteform. Geschmacklich ein Volltreffer; strukturell ein Freestyle‑Kunstwerk. Die Tarte-Stücke wurden dankbarerweise am nächsten Tag ausgeliefert ud sorgten (gefühlt) für Diabetes-Typ II.

Ursache: schlechtes Zeitmanagement.
Symptome: zu frühes Servieren, zu viel Vertrauen in die Kühlzeit, zu wenig Geduld.
Therapie: nächstes Mal früher anfangen oder eine Schüssel Löffel bereithalten.

Fazit und Lehre für den 69. Kochabend

Was gut lief: Vorspeise, Suppe und Hauptgang waren ein Triumph; die Gäste waren satt, glücklich und beeindruckt.
Was schief lief: Dessert hat uns gezeigt, dass Karamell und Ungeduld keine Freunde sind.
Lektion: Plane mehr Zeit ein, respektiere die Kühlzeiten und nenne die Tarte beim nächsten Mal einfach „flüssige Versuchung“ — dann klingt das wie Absicht.

Zum Schluss ein Toast auf den 68. Kochabend: auf die Aromen, die Geschichten und auf die Tarte, die uns daran erinnerte, dass Kochen nicht nur Technik ist, sondern auch Demut — und manchmal ein Löffel, der das Dessert rettet.

Der 67. Kochabend

Wenn unsere Kochtruppe eines kann, dann ist es Gemeinschaft (meistens) – und genau das haben wir beim Irischen Kochabend wieder einmal bewiesen. Zwischen vertrauten Gesichtern, herzhaftem Lachen und einem Hauch von grüner Inselstimmung haben wir ein Menü auf die Beine gestellt, das nicht nur den Gaumen, sondern auch die Seele erwärmt hat.

🥔 Gruß aus der Küche: Irish Potato Nachos

Schon der Auftakt war ein Statement: Knusprige Kartoffelchips, belegt mit geschmolzenem Käse und herzhaften Toppings, die uns direkt nach Dublin versetzt haben. Ein Gruß aus der Küche, der zeigte: Hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt – und zwar mit Kartoffeln, wie es sich für echte Lokalpatrioten gehört.

🥧 Vorspeise: Irish Potato Pie

Die Vorspeise war ein kleines Kunstwerk. Eine Pie, golden gebacken, gefüllt mit cremiger Kartoffelmasse und feinen Kräutern. Ein Gericht, das die Brücke schlug zwischen irischer Tradition und bodenständiger Küche in der Toskana Deutschlands.

🍲 Hauptspeise: Irish Stew mit Irish Colcannon

Das Herzstück des Abends: Ein kräftiger Irish Stew, langsam geschmort, voller Aromen von Lamm, Wurzelgemüse und Kräutern. Dazu Colcannon – Kartoffelpüree mit Kohl und Frühlingszwiebeln. Ein Gericht, das uns alle an einen großen Tisch band und die Wärme Irlands direkt nach Hause brachte.

🍮 Nachspeise: Irish Cream

Zum Abschluss ein süßer Höhepunkt: Irish Cream, samtig und verführerisch, begleitet von einem Glas Guinness oder einem Schluck Whiskey. Ein Dessert, das nicht nur den Abend abrundete, sondern auch die Stimmung noch einmal aufleben ließ.

🍻 Guinness, Whiskey & Gemeinschaft

Natürlich floss das Guinness reichlich – mal als Begleiter, mal als Gesprächsanlass. Und wer wollte, gönnte sich einen Schluck irischen Whiskey (oder 3), der die Geschichten noch lebendiger machte. Zwischen Gläserklirren und herzhaften Lachern wurde klar: Unser Kochabend ist mehr als Essen. Er ist ein Fest der Gemeinschaft, ein Stück Pfalz, das sich mit der Welt verbindet.

Pfalz trifft Irland

Unser Irischer Kochabend war ein Beweis dafür, dass wir hier im Südwesten nicht nur kochen, sondern zelebrieren. Mit Humor, Herz und einem kräftigen Schluck Guinness haben wir die grüne Insel in unsere Mitte geholt – und gleichzeitig gezeigt, dass Lokalpatriotismus auch bedeutet: Wir machen die Welt zu Gast bei Freunden. Man könnte meinen, unser Irischer Kochabend sei ein heimliches Casting für die Kartoffel gewesen. Nur beim Dessert gönnte sie sich eine Pause – vermutlich, um im Backstage-Bereich schon den nächsten Auftritt zu planen. Ganz klar: Die Kartoffel war der heimliche Lokalheld des Abends, und wir haben sie gefeiert wie einen Superstar.

Der 66. Kochabend

Ein kulinarisches Meisterwerk

Wenn große Handwerkskunst auf ambitionierte Hobbyköche trifft, entstehen Abende wie dieser: Der 66. Männerkochabend war ein Fest für die Sinne, ein Paradebeispiel für Genuss, Gemeinschaft und kreative Kochkunst. In geselliger Runde wurde geschnippelt, gebrutzelt, angerichtet und natürlich ausgiebig geschlemmt.

🔥 Der Auftakt – Gruß aus der Küche

Zum Start gab es ein feuriges Fingerfood: Sweet-Chili-Spießchen, die mit ihrer süß-scharfen Marinade sofort Lust auf mehr machten. Fein akurat zusammengesteckt und liebevoll angerichtet, sorgten sie für den perfekten Einstieg in den Abend.

🧀 Frisch & Raffiniert – Die Vorspeise

Die marinierte Burrata auf Rucolasalat mit Tomatencreme war ein Gedicht aus Cremigkeit und Frische. Die samtige Burrata harmonierte wunderbar mit dem würzigen Rucola und der fruchtigen Tomatencreme – ein mediterraner Gruß, der den Gaumen verwöhnte.

🥩 Der Star des Abends – Hauptgang

Mit dem Beef Wellington wurde ein echter Klassiker der gehobenen Küche serviert. Zartes Rinderfilet, umhüllt von einer aromatischen Pilz-Duxelles und knusprigem Blätterteig – ein Gericht, das Präzision und Timing verlangt. Doch bevor das Meisterwerk in den Ofen durfte, passierte das Unmögliche: Der Gastgeber hatte den frischen Blattspinat vergessen!!!

Was folgte, war eine Szene wie aus einem kulinarischen Actionfilm: Ein Teammitglied sprang heldenhaft auf, rief „Ich rette das Wellington!“ und verschwand in die Nacht – bewaffnet mit Einkaufstasche und Entschlossenheit. Minuten später kehrte er triumphierend zurück, Spinat (und Grüner Apfel) im Arm, Applaus im Rücken. Das Gericht war gerettet, die Stimmung auf dem Höhepunkt – und das Beef Wellington wurde so perfekt, dass selbst Starköche wohlwollend genickt hätte.

🍏 Süßer Abschluss – Dessert

Zum krönenden Abschluss gab es eine herbstlich inspirierte Apfel-Zimt Panna Cotta. Die feine Vanillenote der Panna Cotta verband sich mit dem fruchtigen Apfelkompott und einem Hauch Zimt zu einem Dessert, das Wärme und Wohlgefühl auf den Teller brachte.

🍷 Flüssige Begleitung – Ein Potpourri der Aromen

Begleitet wurde das Menü von einer sorgfältig zusammengestellten Auswahl an Weinen – mal fruchtig, mal kräftig, stets passend zum Gang. Für den geselligen Ausklang trugen ein aromatischer Nussschnaps und ein frecher Saurer Apfel Likör bei, die für heitere Stimmung und angeregte Gespräche sorgten.

Ein Abend voller Geschmack, Leidenschaft und guter Laune – der 66. Männerkochabend hat einmal mehr bewiesen, dass kulinarische Abenteuer nicht nur in Profiküchen stattfinden. Hier wird mit Herz gekocht, mit Freude serviert und mit Begeisterung genossen (und mit Vorliebe gesch***** [also bei mir zu Hause…]).

Habt Ihr schon Lust bekommen wieder den Kochlöffel zu schwingen? Dann bleibt gespannt auf Runde 67 – die Ideen brodeln bereits (so wird gemunkelt)!

Der 65. Kochabend

Ein Fest der Kruste, Kalorien und kleinen Kloppereien

Wenn vier Männer sich in der Küche versammeln, um gemeinsam zu kochen, kann das vieles bedeuten: kulinarische Höhenflüge, hitzige Diskussionen über Knödelkonsistenz – und manchmal auch ein kleiner Bruder-Schubser zum Dessert. Der 65. Männerkochabend war genau das: ein zünftiger bayerischer Abend, bei dem nicht nur die Krusten knusperten, sondern auch die Lachmuskeln ordentlich beansprucht wurden.

Gruß aus der Küche: Weißwurstsalat
Der Auftakt war ein echter Weißwurst-Wachmacher. Dünn geschnitten, liebevoll mariniert und mit süßem Senf so charmant angerichtet, dass selbst die Weißwurst sich kurz fragte, ob sie nicht doch lieber auf einem Laufsteg statt auf einem Teller landen sollte. Ein Salat, der Tradition und Frische vereinte – und nebenbei die erste Bierlust weckte.

Vorspeise: Spätzle-Champignon-Geröstl
Hier wurde geröstet, was das Pfännchen hergab. Die Spätzle tanzten mit den Champignons in einer goldbraunen Liaison, die so herzhaft war, dass man kurz überlegte, ob man nicht einfach direkt zur Hauptspeise überspringen sollte. Doch das wäre kulinarischer Hochverrat gewesen – denn dieses Geröstl war ein Gedicht in Butter und Röstaromen.

Hauptspeise: Bayrischer Krustenbraten mit Dunkelbiersoße, Brezenknödel und Radieschen-Rettich-Salat
Der Krustenbraten war das unbestrittene Alphatier des Abends. Die Kruste: so knusprig, dass man sie als Türschutz verwenden könnte. Die Dunkelbiersoße: tiefgründig wie ein Philosoph nach drei Maß. Die Brezenknödel: fluffig, aber mit Haltung. Und der Salat? Ein frecher Frischekick, der sich traute, gegen die Fleischdominanz anzutreten – und dabei gewann.

Nachspeise: Bayerische Creme mit Zwetschgenröster
Zum Schluss wurde’s süß und samtig. Die Bayerische Creme schwebte wie ein Dessertengel über dem Zwetschgenröster, der mit seiner fruchtigen Säure die perfekte Gegenstimme zur cremigen Milde war. Ein Finale, das selbst den letzten Schnapsfreund kurz innehalten ließ – bevor er sich dann doch noch einen genehmigte.

Ein 10-Liter-Fass Helles sorgte für die nötige Gesprächslust, während Schnäpse die Verdauung unterstützten und das Schwarze für die philosophischen Momente zuständig war. Die Getränkekarte war so bayerisch wie ein Maßkrug auf dem Oktoberfest – und wurde mit der gleichen Hingabe geleert.

Wie es sich für einen echten Männerkochabend gehört, blieb es nicht nur bei kulinarischen Auseinandersetzungen. Gegen Ende kam es zu leichten Handgreiflichkeiten unter den Geschwistern – vermutlich ausgelöst durch die Frage, ob die Kruste nun „legendär“ oder „nur sehr gut“ war. Es wurde geschubst, gelacht und kurz die Tischdeko geopfert. Doch wie bei jedem guten bayerischen Fest: Am Ende lagen sich alle in den Armen – satt, zufrieden und mit dem festen Vorsatz, beim nächsten Mal die Zwetschgen doppelt zu rösten.

Fazit:
Der 65. Männerkochabend war ein Fest für Gaumen, Gemüt und gelegentlich die Ellbogen. Ein Abend, der zeigte: Wenn Männer kochen, wird’s laut, lecker und legendär. Und wer die Kruste überlebt, darf sich auf den 66. freuen.

Der 64. Kochabend

Wenn sich vier passionierte Köche zum 64. Mal um den Herd versammeln, darf man Großes erwarten – und genau das wurde an diesem besonderen Abend geboten: ein Menü, das Frankreichs kulinarische Seele in vier Gängen zelebrierte (leichte Nachwehen des letzten Urlaubs unseres Gastgebers). Begleitet von spritzigem Cidre und ausgewählten Weißweinen entfaltete sich ein Fest für die Sinne.

🐚 Gang 1: Jakobsmuscheln in Calvadossoße

Der Auftakt war ein Gedicht aus dem Meer: zart gebratene Jakobsmuscheln, umhüllt von einer cremigen Calvadossoße, die mit einem Hauch Apfel und feiner Säure das maritime Aroma perfekt unterstrich. Ein eleganter Start, der Lust auf mehr machte.

🐟 Gang 2: Fischsuppe nach provenzalischer Art

Die Provence ließ grüßen – mit einer aromatischen Fischsuppe, die nach Sonne, Kräutern und Mittelmeer schmeckte. Safran und Knoblauch verliehen dem Sud Tiefe, während frischer Fisch und Meeresfrüchte für Substanz sorgten. Dazu knuspriges Baguette – ein Klassiker, der nie aus der Mode kommt.

🍗 Gang 3: Französischer Hühnereintopf à la Normandie

Herzhaft, bodenständig und doch raffiniert: Der Hühnereintopf aus der Normandie vereinte zartes Geflügel mit reichlich Zwiebeln, Sahne und einem Schuss Cidre. Ein Gericht, das Wärme spendet und Erinnerungen an französische Landküchen weckt – rustikal und charmant.

🍊 Gang 4: Crêpes Suzette

Zum Finale wurde flambiert: Die Crêpes Suzette, hauchdünn und goldgelb, badeten in einer Orangenlikör-Buttersoße, die mit einem kleinen Feuerwerk serviert wurde. Ein Dessert, das nicht nur den Gaumen, sondern auch die Augen verwöhnte.

🍷 Begleitende Getränke

Der Abend wurde begleitet von trockenem Cidre aus der Normandie und einer Auswahl französischer Weißweine. Die Getränke rundeten das Menü harmonisch ab und unterstrichen die regionalen Akzente.

Ein Abend wie aus einem französischen Bilderbuch – voller Geschmack, Leidenschaft und Freundschaft. Wir haben erneut unter Beweis gestellt, dass kulinarische Tradition und kreative Umsetzung Hand in Hand gehen können. Vive la cuisine! Für viele von uns ein Selbstverständis – für einen geringen Teil jedoch eine echte (kleine) Herausforderung. So ging ein weiterer passiv-aggressiver Kochabend in den frühen Morgenstunden zu Ende.

Der 63. Kochabend

Bei herrlichstem Wetter konnten wir heute einen super gemütlichen Abend zu viert verbringen. Also so war eigentlich der grobe Plan vorab gewesen. Der wurde leider durch einen „krankheitsbedingten Schwächeanfall aufgrund von Appetitlosigkeit (und Fieber/Unwohlsein)“ durchkreuzt. Somit waren wir nach der Vorspeise leider nur noch zu dritt – Gute Genesung nochmal an dieser Stelle an unseren Patienten.

Los ging es damit, dass ein Pott von nicht geringer Größe mit Inhalt(en) gefüllt wurde. Neben einer nicht ganz überschaubaren Anzahl von Limetten und Minze, wanderten Rohrzucker und Rum hinein, welcher dann bis oben hin mit Sekt und Sprudel aufgefüllt wurde. Fertig war ein recht süffiges Getränk, welches uns durch den halben Abend begleitete.

Nachdem Mittags wohl schon erste, sagen wir „weniger erfolgreiche“, Backversuche gestartet und deren überschaubares Ergebnis auf „mangelhafte Trockenhefequalität“ geschoben wurde, begannen wir mit der Verarbeitung des extra nochmal neu angesetzten „Hoagie-Teiges“. Dieser war richtig gut aufgegangen und konnte nun „semi-fachmännisch“ verarbeitet werden. Bestrichen mit Eigelb ging es dann in den Ofen um die Grundlage für das Sandwich im Hauptgang zu legen.

Gegrüßt wurde dieses Mal fast schon wieder „klassisch“ mit Lachs, Avocado und Dillcreme. Ein Gericht, welches uns schon einige Kochabende (in Variationen) begleitet, aber immer wieder total lecker schmeckt. Genau so auch dieses Mal. Der Lachs war dieses Mal zwar nur „so la la“ geschnitten (was war da denn bitte los? :-P) aber die Schichtung… Ein Traum.

Beim Camembert gab es schon wieder erste Bedenken, was die Menge anging. Somit wurde entschieden, lediglich 3 Käse mit Speck zu umwickeln, so konnten sich zwei Köche einen teilen – was sich im Nachgang durchaus als „nicht nachteilig“ erweisen sollte. Zusammen mit dem Mango-Mozarella-Salat aber eine überraschend leckere Geschichte.

Der Hauptgang sah dieses Mal vermeintlich etwas „unspektakulärer und weniger aufwendig“ aus. Einen Sandwich als Hauptspeise hatten wir glaube ich allerdings auch noch nicht und geschmacklich war auch das wieder super lecker. Der benutzte Käse war vielleicht etwas „spezieller“, aber der eigentlich vorgesehene war ja gar nicht erst zu bekommen… Die Brötchen waren der Hammer – lediglich die Röstzwiebeln hätten ein paar mehr sein können, wenn man etwas „optimieren“ wollte.

Abgerundet wurde unser Teil-Grillmenü von gegrillter Ananas mit Vanilleeis und Karamellsoße. Auch wenn es vom Aufwand her überschaubar war, hatten wir einen schönen Abend, der noch durch einige Darts-Spiele „gekrönt“ wurde. Apropos gekrönt – wer genau hatte nochmal 4 Spiele gewonnen an dem Abend? 😉 Es fehlt aktuell noch eine Zusage, dann könnte auch der nächste Kochabend terminiert werden. Also bitte klären und Bescheid geben. Besten Dank und schöne Ferien allen!

Der 62. Kochabend

„Türkiye’ye Hoş Geldiniz“ – Herzlich Willkommen in der Türkei! Mein erster „Motto-Abend“ stand an und ich hatte mir etwas „spezielles“ überlegt. Das komplette Menü war ein kompletter Blindflug und insbesondere vor dem Dessert hatten wir alle Respekt (und ein wenig Angst) – zurecht!

Eigentlich gibt es nicht viel zum Abend zu erzählen. Ich hatte abgelaufenes Bier serviert (keine Ahnung, wie das passieren konnte [Peinlich *hüstel*]), es war wieder viel zu viel, unsere „Partymaus“ schwächelte extrem und hat sogar einen Powernap gemacht, es wurde zum ersten Mal auf Wunsch eine Runde Fifa gespielt und das Dessert wollten auch nur noch die wenigsten (ganz) aufessen.

Ich glaube sowieso, dass kaum jemand die Beiträge hier liest, daher spare ich mir dieses Mal den Part hier. Sollte das jemandem missfallen, kann er das gerne mitteilen – oder selbst mal Beiträge schreiben 🙂

Der 61. Kochabend

…begann im Schlafzimmer… Klingt komisch – ist auch so. Stimmt so natürlich nicht ganz. Der Ort, an dem die Magie stattfand, war die Küche. Naja – Stattfindende Magie war auch erst mal nicht, da unser Gastgeber (ich hätte jetzt fast gesagt „wie so oft“ [aber das denke ich mir an dieser Stelle einfach nur]) mit der Technik zu kämpfen hatte. Aber auch diese Herausforderung wurde letztlich gemeistert, sodass wir das geplante Abendspiel parallel auf dem TV verfolgen konnten, wenngleich das gelieferte Ergebnis nicht gerade für Appetit sorgte.

Egal – können wir eh nicht ändern. Nachdem wir auch dieses Mal wieder zittern mussten, ob wir wirklich kochen, oder zum Essen eingeladen werden, wurde uns ein lecker anmutendes Menü „serviert“. Alle Gänge hatten wir gefühlt schon einmal gehabt – dennoch war alles irgendwie anders.

Einleitend gab es ein Gurken-Carpaccio mit Paprika-Pfirisch-Tartar. Ach nee, stimmt so auch nicht. Pfirsiche waren aus, also musste Mango herhalten. Kein wirklich schlechter Ersatz, wenn man ehrlich ist. War für uns aber auch kein großes Ding: Alles zusammenschnibbeln, anrichten, bissl Dressing anrühren und rauf damit. Alles perfekt für den Start in den Abend. Sollte man denken. Stimmt so aber auch nicht, denn es wurden die Sonnenblumenkerne vergessen. Ist das wichtig zu erwähnen? Nein. Mach ich’s trotzdem: Ja sicher!

Für die Vorspeise, ein Gourmet Caprese-Törtchen mit Pizzabrötchen, wurden mal wieder die Servierringe ausgepackt. Quasi Tartar Nummer 2 machen, Büffelmozzarella drauf und die Brötchen im Ofen backen. Letzteres war unfassbar lecker und super einfach zu machen.

Den meisten Aufwand und die meiste Zeit benötigte der Schaschlik-Wahnsinn… Ich wusste gar nicht, dass eine Privatperson so viele Schaschlikspieße besitzen kann. Also wieder ran an die Messer, alles in „stechbare“ Portionen schneiden und ran an die Spieße. Anbraten und in der Soße fertiggaren. Die „Grumbeere“ danach ebenfalls anbraten und im Backofen warmhalten bis alles auf den Teller kann. Für den ein oder anderen, der es noch vertragen konnte, gab es auch noch einen Nachschlag. Bei der Soße gab es letztlich noch unterschiedliche Ansichten – lecker war’s aber wieder.

Zum Schluss gab’s wieder Kaffee… Also eigentlich Schokoladen-Tiramisu. Und ich wollte das auch „genau so genießen“. Deshalb steh ich jetzt einfach mal dazu und gestehe, dass ich mir den Espresso-Anteil gespart habe. Und meiner Meinung nach geht das auch mal. Ich glaube den anderen hat’s aber auch gut geschmeckt. Bevor der Abend dann eskalierte haben wir erstaunlich „früh“ den Absprung geschafft. Küche sah auch wieder aus wie (fast) neu, also alles gut.

Der 60. Kochabend

Καλησπέρα και καλώς ήρθες! So, oder so ähnlich hätte die Begrüßung an diesem Abend wohl im Ursprungsland unseres Menüs begonnen. Nachdem es zu diesem „kleinen Jubiläum“ eine kleine „vorab Online-Abstimmung“ gab, bei der sich jeder Mitkoch demokratisch für eine Menükarte seiner Wahl entscheiden konnte, fiel die Auswahl auf Menü Nummer 2. Bereits vorab wurde aufgelöst, dass Menü Nr. 3, die vegetarische Variante, nicht dran kommt. Vermutlich ist das Thema „vegetarische Menü“ aber immer noch nicht komplett vom Tisch. Menü Nummer 1 wird es, nach Aussagen des Gastgebers, auf jeden Fall zu einem anderen Zeitpunkt geben – dabei handelt es sich um ein Menü aus Fernost (indisch). Wir sind gespannt.

Was mir auf jeden Fall noch in Erinnerung an den Start des griechischen Abends ist, ist die „Enhüllung von 4 Schnapsgläsern“. Mit der Ansasge: „Nicht riechen – direkt schlucken“ (klingt im Nachgang irgendwie ein wenig „versaut“) durften wir das Gastgeberland erraten. Und ja – das war dann recht einfach, nachdem sich der Ouzo die Kehle hinuntergequält hatte. Immerhin war es aber auch ein „gutes Zeichen“, denn es versprach wieder lecker zu werden.

Und in der Tat war es das auch! Angefangen beim gebackenen Feta auf Rucolasalt (der angenehm überraschte), über Schafskäseteigtaschen mit gefüllten Frikadellen und der klassischen Moussaka, bis hin zum wirklich erstaunlich leckeren Grießauflauf-Dessert. Auf jeden Fall eines kleinen Jubiläums würdig.

Sonst lässt sich nur das Übliche über den Verlauf des Abends festhalten. 3 wollten viel Alkohol trinken, einer wollte früh heim – also alles beim alten. Wobei, unser Gastgeber genoss ganz besonders die Gänge, die Fleisch enthielten (wir befanden uns immer noch in der Fastenzeit). Von daher hätten wir da sogar noch mehr Fleischanteil erwartet – aber es hatte wieder für alle bestens gereicht. Und wir konnten einvernehmlich den nächsten Termin festhalten – auch wieder etwas „positives“.

Sind wir also wieder gespannt auf unseren „Überraschunsei-Koch“, der uns im April die Ehre erweisen wird. Wir sind gespannt, also ich zumindest, wie „experimentell und herausfordernd“ es für mich wird. Bis dahin – bleibt alle gesund und munter.